walckerBlog  24.01.09

aeolineBlog 14.04.09          

EFW-Blog 28.01.09

walckerflash.de 22.02.09

orgelbuch 21.02.09

   NEWS 2009

 

 

 

please sign to keep the famous organ (Gerard Bunk & Walcker) in Dortmund Reinoldi (picture left above):

   erhaltet_die_bunkorgelreinoldi@walckerorgel.de   site:  www.Bunkorgel-Reinoldi.walcker.com  

14.April
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Rückflug aus Australien: für alle, die mich schon sehnsüchtig in Germanien erwarten, hier die Mitteilung, dass sich mein Heimatflug erneut um einige Tage verschieben wird. Also definitv ist Abflug jetzt am 23.April. Dann werden die Berge an Archivanfragen langsam abgetragen. Für ganz eilige Nachfragen stehe ich jedoch unter gewalcker@t-online.de und skype: gewalcker (hier allerdings nur von 10-12Uhr morgens nach deutscher Zeit) zur Verfügung.

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Dallen in Pfeifen beseitigen: neuer aeoline-Blog. Hier geht es etwas anders zu als in der Pfeifenwerkstatt, wo mit einem makellosem Weisbuchen-Prügel die verformten Pfeifen abgestraft werden, was der Beweis zu sein scheint, das Pfeifenfertigung - und reparatur mit sehr viel Lärm verbunden ist. Sondern es handelt sich bei unserem Blog um eine australische Variante, die mit Provisorien arbeitet, da man in der Regel kaum nach Downunder mit einer  Pfeifenwerkstatt-Ausrüstung reist. Über 120 Pfeifen mussten von mir überarbeitet werden. Grund waren Weißblech-Stimmvorrichtungen, die zu stark gespannt waren. Aber auch ein recht stark malträtierter Prospekt.

12.April
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alle hysterischen Wege führen (über die Orgel) nach Rom. Nach dem Aprilscherz der Abwrackprämien für Orgeln findet sich auf Jesus.de eine Lesermeinung, welche die intellektuellen Fähigkeiten der Jesus.de-Anhänger  voll aufdreht und wobei man sich sagen sollte: wird der Scherz auf diese Weise fundiert, so ist das ganz ok, ist es hingegen eine ernsthafte Meinung, dann jedoch: oh je, oh je. Hier also der tiefgeistige Konter: Ganz besonderen Dank verdient die jesus.de Redaktion dafür, daß sie den Mut hat zu erwähnen, daß die Orgel einen heidnischen Ursprung hat, denn das ist in der breiten Öffentlichkeit überhaupt nicht bekannt, sondern nur bei Insidern (auf deutsch: Innenseitern). Und das ist hysterisch auch belegt, und die Hysteriker haben nachgewiesen, dass dieses Instrument insbesondere bei den Germanen im Kampf gegen die Römer zum Einsatz kam. Durch das unentwegte Spielen von hohen, schrillen Tönen wurden die Römer so verunsichert, dass ihre Heeresverbände sich sang- und klanglos auflösten, und sie versuchten, auf irgendwelchen Pfaden nach Rom zurückzukehren. Dadurch entstand im Übrigen auch das Sprichwort „alle Wege führen nach Rom“.

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Redundant Pipe Organ: M148, eine Robson aus 1850, 12 stops, II manuals

 

10.April

aus Australien downunder: für einige unserer Dauerbesucher ist es nun schon sehr verwunderlich, dass es hier auf unseren News in den letzten Wochen nur wenig Bewegung  gegeben hat. Hierzu eine einfache Erklärung: die Internetzugangsmöglichkeiten und besonders die Geschwindigkeit hier im australischen Netz sind nach europäischen Gesichtspunkten geradezu katastrophal. Das Hochladen von ein paar Bildchen kann im ungünstigen Augenblick ein bis zwei Stunden dauern (wie im Beispiel unseres KernstichBlogs). Die meisten Internetanschluesse sind dazu noch transfergebunden, d.h. nach 4-5 Gigabyte Transfervolumen wird der Zugang drastisch beschränkt. Ein weiteres Kuriosum hier in Downunder besonders bei Internet-Coffee-Shops ist, dass Seiten wie t-online.de oder 1&1  ohne jegliche Begründung gesperrt sind. Reglementierungen gegen die wir in Deutschland gottseidank schnell und entschieden reagieren.

Das Land, die Menschen und die Sozialstruktur (mit Ausnahme des Gesundheitswesens) sind jedoch etwas, das unser Staunen erregt. Dazu kommt ein Sonnenwetter, das Tag um Tag für beste Laune sorgt. Meine Arbeit hier hat sich durch erweiterte Intonationsmaßnahmen um eine Woche verlängert und mir damit eine geplante Stippvisite nach Sydney leider unmöglich gemacht. Dafür aber ist ein Plan gereift in absehbarer Zeit mit einem Campingbus rund um die Außenkante des  fünften Erdteil zu driven und die sagenhaften und mythenbesungenen Landschaften dieses großartigsten aller Weltteile näher kennen zu lernen. Alle Menschen die ich hier fand, und nun bin ich bei der vierten deutschen Familie untergebracht, haben fest versprochen mich bei diesem Unternehmen zu unterstützen. Ich bin voraussichtlich ab 18.April wieder in Deutschland ansprechbar, und dann wird ein ausgiebiger Australienreport mit einigen sehenswerten Bildern hier lanciert werden, der weit mehr sein wird als eine trockene Reisegeschichte. Während meines trips habe ich Richard David Precht's Buch "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" gelesen, das mich in Verbindung mit diesem Planeten "Australien" zu einigen tieferen Einsichten gebracht hat. Aber auch ganz ungewöhnliche Diskussionen mit einem indischen Professor, der Forstwissenschaften betreibt, und in dessen Haus es nicht nur eine herrlich gute deutsche Küche gab, sondern großartige Gespräche bis zum späten Abend, sind Dinge die mir unvergessen bleiben. Als Krönung empfinde ich jedoch das Beisammensein mit dem Diplomaten Klaus-Peter Klaiber, der Vertreter der EU in Afghanistan war, Botschafter in England, USA, Australien und weiß der Teufel wo er sonst noch im Auftrag der Bundesregierung unterwegs war. Und dessen Vater bereits Adjudant bei Stresemann in Paris( 1926) war. Später war er persönlicher Referent beim ersten Bundespräsidenten, wo die Kinder neben dem zeitungslesenden Papa Heuss in Präsidentenpalast spielten. Auch war K.-P. Klaiber Referent von Hans Dietrich Genscher. Und wenn man mal mit einer solchen Persönlichkeit längere Zeit zusammen leben darf, dann gibt es ganz bestimmt einige hoch interessante Gespräche und Eindrücke die ganz gewaltig das eigene Weltbild erweitern.

Alles dies in sehr kurzer Zeit erlebt, dazu jeder Wochentag volle Kanne durchgearbeitet ohne Rücksicht auf Jetlag, oder Karfreitag und Ostermontag, das kann man nur unter diesen mehr als optimalen Bedingungen - und nun hoffen wir nur noch, dass das Ergebnis den Erwartungen allerseits entspricht. (gwm) (bei dem Foto rechts unten ist natürlich nur das Känguru, welches neben dem Wagen her rennt von Interesse - und sonst nichts!?

 

in Sachen Riga, Domorgel - Vita Kalnciema: Sehr geehrter Herr Walcker, In ihrer Home Page erwähnen Sie, dass die CD von Vita Kalnciema / Walcker-Orgel im Dom zu Riga, kaum erhältlich sei, da der betreffende Verlag auf Bestellungen nicht reagiere.  

Ich habe diese CD kürzlich gegen Vorausüberweisung (via E-banking) bestellt und auch erhalten: E-mail & Bestelladresse:          manscd@yahoo.com    Produzent Aivars Ginters & Ansprechsperson:                           

www.latvijasradio.lv  (diese CD kann ich nur jedem begeisterten Orgelmusikhörer empfehlen!!  

01.April

Kernstiche: neuer Blog auf unserem Aeoline.de. Hier also wird einmal auf eine Intonationshilfe eingegangen, die eigentlich für höhere Winddrücke gedacht ist. Unser erster Blogeintrag aus Australien. Und absolut kein Aprilscherz!!

23.März

Orgeln in Australien, sind lückenlos erfasst in  www.ohta.org.au, darunter auch Singapore, Malaysia, New Zealand, Indonesia und Phillipinen. Eine hervorragend gemachte Internetseite. Und woran man gut erkennten kann mit was für  gigantischen Entfernungen hier gerechnet werden muss Allein die Entfernung von Canberra nach Darwin, im Norden Australiens, wo eine interessante Walcker-Orgel zu sehen wäre, beträgt rund 3200km, dazwischen eine Wüste, wo man die Sahara  reinpacken kann. Hier sind alle Orgeln Canberras enthalten, wo ich mich gerade aufhalte.

(Bilder: links meine Orgel, rechts my home at the moment)

19.März

Erstmals aus Australien: und zwar aus der fantastischen Villa des Herrn Dr. Klaus Peter Klaiber, ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jsaacs neben Canberra. Ja hier hat es tagsüber so fast 30 Grad Celsius und eine großartige blanke Sonne, die von morgens  7 Uhr bis abends 18Uhr30 vom Himmel lacht und nachts gibt es  gemütliche 12 Grad, um gut durchzuatmen.  Momentan bin ich schwer am Arbeiten an der Walcker-Orgel in St. Peters Lutheran Church, mitten in der Innenstadt von Canberra, die eigentlich zentral im Busch liegen würde, wäre das alles nicht etwas agrakulturell aufgearbeitet worden. Die Luft, die durch eine Vielzahl an riesigen Eukalyptusbäumen bereichert wird und eine großartige Vogelwelt, die morgens und abends mit ihrem Geschnatter die Lüfte zum vibrieren bringt macht das morgendliche Aufstehen leicht, wenn dazu noch ein Sonnenaufgang herrscht wie heute, ist der Tag schon in guten Tüchern. Man denkt also mehr an die herrliche Landschaft dieses unbekannten Australien als an irgendwelche quälenden Orgelfragen. gwm

10.März

Noch ein letztes Glas im Stehn..... die Koffer sind bereits wieder gepackt, nun gehts in die andre Richtung, fast 5 Wochen Australien, an Ostern zurück für drei Wochen, bevor man für immer und ewig in den schottischen Highlands, in den Lochs und Mooren der Macs zur inneren Ruhe zu kommen versucht. Dabei wird mir mein Aufsatz mit dem Titel "das Ich, der Tod und die Symphonie", den ich seit drei Tagen zu durchdenken beginne, hoffentlich die notwendige innere Beleuchtung installieren. In Australien erhofft man sich nur eines: ausreichend viele Känguruhs, die als Tastenhalter bequem und ohne auf der Orgelbank Platz zu nehmen, die Tasten drücken können.

Alle andere Hoffnungen lassen wir fahren oder in Deutschland, wo sie wohl wie von einem trockenen Schwamm irgendwann aufgesogen werden. Sehr gespannt bin ich natürlich, was es für Orgeln in Australia zu sehen gibt, neben unserem Serienörgeli. Bruce Chatwins "Traumpfade", ein Buch das ich im Jahr 1994 als limitierte Sonderausgabe von Fischerverlag gelesen habe, eine Buchserie mit den großartigen Rothkobildern, hat mich restlos von Australien überzeugt. Die Orgelwelt Australiens wurde in der GD0 vereinzelt angesprochen, so in einem der letzten 0-Hefte, wo einige Walcker-Orgeln vorgestellt sind, die ich für Reichling ausgegraben habe (Dienste, die ich heute längst niemandem mehr z. Verfüg. stelle ). Aber im Großen und Ganzen liegt der Kontinent auch in der nun globalisierten Welt mit 20 Stunden Flugzeit doch recht abseits. In jedem Falle werde ich von dort einige Stimmungen, Bilder, Aufsätze und vielleicht ein paar Orgeln und ihre Beschreibungen hier in den nächsten Wochen zeigen.

Novosibirsk Conservatory Walcker-Orgel: sehr interessant diese Nachricht, die ich aus einem anderen Ende der Welt erhielt. Hier also wurden mindestens zwei Walcker-Orgel zu einer neuen verschweisst, wobei der momentane, bildlich erfassbare Zustand nicht der beste sein dürfte. Während der Zeitungsausschnitt aus 1968 (links) doch erkennen lässt, dass diese Orgel einmal "besser" funktioniert zu haben schien. 

Mythos Walcker-Orgel Mariendorf- Berlin: wie durch einen geheimen Wink hin geschah in unabgesprochener Folge ein Hinweis von mir (einige Absätze weiter unten) auf die erste Orgel des Reichsparteitags, dazwischen oder davor Recordings auf dieser Orgel, die uns in nächster Zeit geschickt werden mit ausdrücklicher Genehmigung diese hier auf unseren Seiten zu veröffentlichen. In heller Vorfreude darauf, denke ich, dass wir dazu alles Material, was hierzu noch in den Archiven schlummert und andere Orgelfreunde interessieren könnte, dazu zu zeigen. Immerhin ist es doch eine entfernte Schwester unserer Orgel in Bukarest, deren Aufnahme ebenfalls momentan in Arbeit ist (einige Betatester wurden beratend eingeschalten). Also nach Ostern wird an diesen Sachen weiter gearbeitet. Das Bild rechts sollte man sich unbedingt in voller Größe ansehen, also anclicken. Von Bukarest werden wir eine Stunde gutes Fernsehen bekommen, das hier dann in Form von einem Video dargestellt wird.

new: REDUNDANT PIPE ORGANS aus UK:

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M143 - Walter Drechsler Orgel  24/III, BJ 1887, elektrisch, Schultze-Mensuren !!

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M144 - George Osmond Orgel 11/II, mechanisch, ab 300 Pfund

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M145 - Bishop&Sons Orgel 13/II, Bj 1925

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M146 - Vowells Orgel 11/II, Bj c1900

 

08.März

Zurück von den USA (-6 Stunden) und bereits wieder am Koffer packen für eine längere Reise nach Canberra/Australia (+10 Stunden) . Dazwischen Vorbereitungen für unsere Arbeiten nach Ostern in Schottland, in Costa Rica und in Guatemala. Also eine runde und ausgewogene globale Angelegenheit. Wäre da nicht die Kleinigkeit, dass man ab und zu sich einen bösartigen Trojaner einfangen würde. Wenigstens hat sich so, das vor-antike Griechenland im end-zivilisierten Barbaria erhalten. Ich empfehle ganz dringend die 7fache DVD-Sammlung "Orchestral Music in the 20th century " von Simon Rattle, die es im Verlag 2001 für rund 65,--Euro gibt. Eingängiger hat noch keiner derartig komplexe Zusammenhänge der neueren Musikgeschichte darstellen können. Außerdem gibt es wieder:

 

 

Fundamentalismus - Kirche - Orgel im Gegensatz zu den klar umrissenen Grenzen des  Katholizismus in Deutschland, und seien wir dankbar, dass wir ihn haben, herrscht in den Vereinigten Staaten grundsätzlich ein paradoxer Fundamentalismus in den Kirchen, der vor allem aufglänzt mit einer sehr starken unbeweglichen Basis, die wir geneigt sind als "intolerant" zu markieren. Allerdings findet sich in den beweglichen Mittelschichten mehr und mehr ausgleichende Elemente, die geradezu "Toleranz" predigen. Meine Beobachtung ist, dass dort, wo verschärft Fortschritt, Technik und Wissenschaft, Wirtschaft und am Ende Materialismus gepriesen werden, verstärkt fundamentale Ausrichtungen in den christlichen Kirchen gepredigt und gedacht werden, und dass dort ausschließlich elektronische Kaufhausmusik die Kirchen verdüstern. Die Pfeifenorgel gibt es hingegen eher dort, wo auch das Andersartige sein Recht findet. In den USA müssen wir bei solcher Bewertung  immer das "Schauspielerhafte" in Anrechnung bringen. Also der Prediger ist nie die Kirche, sondern er darf, wie der Schauspieler täuschen, überzeichnen, einfärben und auch mal grotesk daneben langen. Daher herrscht dort ein vollkommenes Unverständnis über unsere Aufregungen in Sachen "Holocaustleugner". Natürlich nicht bei den sehr aktiven intellektuellen Juden. Der Politiker wird ebenfalls als Prediger gesehen. Die Erwartungshaltung in Obama ist teilweise die, ob Gott ihn erhört oder nicht. Erst viel später beginnt man nach seiner aktiven Politik und Ergebnissen zu fragen. In den USA gibt es so gut wie keine Tageszeitung und keine TV-Nachrichten, die auch nur annähernd  vergleichbare Informationen dazu bereitstellen, wie es bei uns der Fall ist. Kritik an Politik und Kirche findet nicht statt. Demokratie heißt dort: du hast die Wahl beI Ingles oder Walmart einzukaufen. Die Depression ist in zwei von hundert TV-Sendern leicht angesprochen, but real it is not.

05.März

Pfarrbrief der First Baptist Church in Toccoa, wo u.a. auch meine Arbeit in der Kirche kurz erwähnt wird. Lesenswert deswegen, weil man hier einen typischen "Link" einer gutgehenden us-amerikanischen Kirche der Südstaaten studieren kann. Das Reisen aber ist lange nicht mehr das, was es einmal war: fast genau vor 40 Jahren habe ich meinen ersten trip in die Staaten gemacht, zu einer Zeit als man noch "flowers in the hair" gesteckt hat. Damals, 1969, ging meine Reise von Philadelphia- Salt Lake City- Provo- Los Angeles (wo zu der Zeit noch Manson einsaß, dessen Zelle man mir zeigte) mit dem Auto die komplette Westküste hoch bis Portland - dazwischen San Franzisko. Nicht einmal ein Fotoapparat hatte ich damals dabei. Reiseberichte waren out, die Orgeln auch. Nach drei Monaten hatte man die deutsche Sprache fast vergessen. Heute glotzt man abends die gleichen Nachrichten wie in Germanien und liest online die Süddeutsche und quatsch via Skype mit schwäbischen CostaRicanern. Die kleinste Unauffälligkeit im Lande wird sofort per mail gemeldet. Selbst Rechnungen werden von hier nach Deutschland geschickt und Videos von Pasolini und Fassbinder rechtzeitig geordert, so dass man die drei Tage im Lande (bevor es weiter nach Australien geht) noch etwas Tiefergehendes zu sich nehmen kann. (bloß keine Orgelliteratur - die reicht man mit ausgeblasenen Eiern zu Ostern). Dann steht ein double-jetlag an, weil man von Deutschland weiter nach Osten fliegt. Übrigens nehmen die Amerikaner die "oeconomie" nicht halb so ernst wie die Deutschen, die wie das Karnickel vor der Schlange zu ersticken drohen. Mag sein, dass es wie ein grotesker Witz für manche Ohren klingt, aber es hat was für sich, Erklärungsversuche so alt wie die Menschheit: you must believe in God! that's all. Wer den obigen Church-Link gelesen hat wird gesehen haben, dass man in der Kirche neben Bibelstunden auch den Umgang mit Geld lernt! Ja, den 10ten aber muss man  dort abliefern. So wird hier religöses Gemeinschaftsgefühl finanziell unterfüttert. Jedem sein System. Für die Videos fehlt mir noch ein Organist. Hier sind leider alle völlig ausgelastet, weil auch die Gefahr des Nachdenkens manchmal umschifft werden muss. Störend ist die völlig durchgestylte Ordnung- vom Straßenverkehr bis ins gesellschaftliche Detail. Hier vibiriert eine kaum spürbare aber offensichtliche Angst, auf die das System angewiesen ist. Bei uns ist es noch nicht ganz so schlimm, wird aber, wie alles was hier in den Staaten Erfolg und Effizienz steigerte, kommen. Die drohende Arbeitslosigkeit bei uns ist ja schon ein guter Schritt in die richtige Richtung. (gwm)

(Bild oben: Larry Earhardt, Minister of Music FBC, Toccoa -            rechts: Continental breakfast meines Hotels)

01.März

mit Toccoa-pipes senden wir nicht nur unser erstes Video aus den USA sondern auch das erste Video einer kleinen Serie mit Videos über Pfeifen in dieser Orgel. Hier wollen wir zunächst darstellen die Walcker-Orgel, wie sie in der First Baptist Church im Gottesdienst verwendet wird und ein paar Bilder aus  Ortschaft, der Kirche, des Orgelinneren.

26.Feb

aus den USA: In Deutschland ist es längst der 27.Feb, während hier in Georgia noch der Zeitgewinn von rund 6 Stunden ausgespielt werden kann. Schon am ersten Abend, als ich schnell vor der hereinbrechenden Nacht noch in der Altstadt von Toccoa ein Sandwich und ein Coffee zu mir nehmen wollte, aber kein Tisch mehr frei war, kam eine erste Überraschung. Ich nahm also Platz bei einem älteren Herrn, der mich unverzüglich nach Beruf und dem Herkommen befragte. In zwei Minuten hatte er dem ganze Lokal sowohl meine Identität wie  auch "den Orgelbauer für die First Baptist Church "kundgetan. Auch jeder Neuankömmling im Lokal wurde so grundlegend informiert. Heute Mittag Speisung im LIONS-CLUB, wo ähnliche Rituale stattfanden. Nach diesem Prozedere dann gemeinsamer Chor "God bless America" unter Heranziehung des Sternenbanners. Am Tisch des Sheriffs von Toccoa Platz nehmen zu dürfen, war immerhin eine Auszeichnung, die fast nur älteren Honorationen der Stadt erlaubt sind. Eine Stunde Suche nach "sparkling Water", und auch gefunden, sogar echtes Gerolsteiner. Am Wochenende werd ich wohl ein erstes Video über eine der  letzten große Walcker-Orgel fertigen, die hier etwas zu tief in der Provinz, kaum ganz ausgereizt, ein stilles und vergnügliches Dasein verbringt. erste Grüße aus den USA gewalcker@t-online.de

 

In den letzten Tagen sind hier Informationen über drei Walcker-Orgeln der Spätromantik eingegangen, die ich hier vorstellen möchte. Zunächst einmal ein Blogeintrag auf WalckerBlog von heute, der dort getätigt wurde, und den ich aber auch hier nochmals einbringe, dann die Orgel in Hüttengesäß und mehrere Hinweise auf die Schwarz-Orgel in Bühl, die offensichtlich substantiell eine Walcker-Orgel darstellt. Das Letztere wäre noch zu überprüfen:

 

In der Stiftskirche 67433 Neustadt an der Weinstraße ist eine einmanualige mechanische Kegellade  1879 (op. 363)  von E.F. Walcker erhalten. Manual: C-f´, Principal 8´ Bourdon 8´ Salicional 8´ Oktav 4´ Flöte 4´,Pedal: C-d´ Subbaß 16´, Pedalkoppel, Tutti Ich suche Gleichgesinnte, die sich für eine Restaurierung interessieren. Ulrich

E-Mail : stiftskantorei@web.de

 

Walcker-Orgel in der Evangelischen Kirche Hüttengesäß Wie an der kalligrafischen Aufschrift am Orgelspieltisch eindeutig zu entnehmen ist, wurde diese pneumatische Orgel 1892von E.F.Walcker & Cie. Ludwigsburg-Württemberg als Opus 614 erbaut. Allerdings stand das Instrument damals über dem Altar an der Giebelseite, wo heute das schlichte Kreuz hängt. Die Kosten von 3.522 Reichsmark konnte man nur mit Anleihen und Sonderkollekten bezahlen. Zusätzlich wurde noch ein Fenster zugemauert. 1953 wurde das gesamte Kircheninnere nicht gerade zimperlich verändert, man wollte mehr Licht und Platz schaffen: die Orgel wanderte auf die gegenüberliegende Westseite, die obere Doppelempore verschwand einfach, ebenso der Schalldeckel über der Kanzel. Bestimmt würde man heute alte Substanz mit mehr Respekt und Sachverstand bewahren und sanieren, aber damals die gutgemeinte Aufräumwelle voll im Trend der "Neuen Sachlichkeit".Jedenfalls, die Orgel präsentiert sich mit dem schönen Neorenaissance-Gehäuse im Historismusstil heute noch genauso wie 1892:9 Register sind disponiert, davon 4 im Hauptwerk, 3 im Nebenwerk, 2 im Pedalwerk:Konzeption: dynamische Abstufungen: im Hauptwerk I. Manual die zeichnenden Register, im II. Manual die zurückhaltenden Register (funktional: Begleitung und Echoeffekte), im Pedal: grundierende und tragfähige Bässe. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Klang mit der Oktavkoppel deutlich im Diskant einzufärben.

Die Disposition wurde nie verändert und ist seit 1892 bis in unsere Zeit authentisch für eben romantisches Klangempfinden:

Klangverschmelzung und Klangschönheit, Klangdichte durch lückenloses Crescendo und Decrescendo.

Sehr wohl gibt es Einzelaliquote, Zungen, Klangkronen bei grösseren Instrumenten.

Beim Typus von romantischen Dorforgel überzeugt auch hier das Konzept eines einheitlichen Klanges, der nie penetrant oder agressiv wird.

 I. Manual: C-f´´´:

Principal 8´, Floete 8´, Viola di Gamba 8´, Octav 4´

 II. Manual: C-f´´´:

Gedeckt 8´, Salicional 8´, Flauto dolce 4´

 Pedal: C-d´:

Subbass 16´, Violon 8´

 Traktur-System: Röhrenpneumatik.

 

Alle Koppeleinrichtungen sind verschieden konstruiert und konzipiert:die Pedal-Coppel I.Man. zum Pedal und Pedal-Coppel II.Man. zum Pedal sind als Fußtritte angelegt, die Manual-Coppel II - I  und die Octav-Coppel I - I sind als Schieber (Regulierung: rechte Position) zu betätigen.

Eine sinnvolle Einrichtung mit absolutem Seltenheitswert.

Im Tutti ist die Wirkung (Koppelfunktion) allerdings nicht automatisch enthalten. Die Koppeln sind also additiv (zusätzlich) einzuschalten.

Sorgsam und sensibel registriert wird man viele Klangfarben suchen und finden, auch wenn es hier keine Mixtur als Klangkrone gibt. Dafür ist die Diskant (Superoctav) Koppel vorgesehen, die ihre Wirkung nicht verfehlt.

Weitere tonschöne und klangvolle Walcker-Orgeln in unserer Gegend:
Altenstadt: Kath. Kirche St. Andreas

Altenstadt-Waldsiedlung: ev.Martin-Luther-Kirche (ehemals Haiger-Langenaubach ev.Auferstehungskirche)

Bad Vilbel-Gronau, Bruchköbel-Butterstadt,

Frankfurt/Main: Domfilialkirche St. Leonhard, Frankfurt/Main: ev. Hoffnungsgemeinde sowie viele weitere Instrumente in der Bankenstadt, die der Verfasser dieses Artikels ausnahmslos alle kennen- und schätzengelernt hat.

Email: christoph-brueckner@t-online.de
Profil: www.christoph-brueckner.de

24.Feb

ab heute abend bin ich bereits wieder unterwegs in Richtung USA. Vielleicht gibt es die Gelegenheit von dort aus ein paar Kommentare zu den veränderten Bedingungen im "Lande der unbegrenzten Möglichkeiten" wieder zu geben. Wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

23.Feb

zum Thema Winddruck, das scheinbar nun zur unendlichen Geschichte des Orgelbaus heranreift, hat mir ein befreundeter Orgelexperte folgenden Ratschlag übermittelt: "... um den Winddruck alter Orgeln festzustellen genügt es doch in der Regel die zwei bekannten Parameter: Aufschnitthöhe der Labialen und Zungendicke der Lingualen richtig zu erfassen. Das erforderliche Meßgerät ist da immer noch das Gehör. Erreicht ein variabel gestalteter Druck die korrekte Marke, sagt das Ohr: "richtig!" und die Pfeife spricht korrekt an. Alles andere kann dann als rhetorische Zugabe unter fleißigen Schreibern seinen Dienst tun." ... gibt es da noch etwas hinzuzufügen? Ja: Aufschnitte werden verändert und Zungenblätter suchen wie die Blätter eines Herbstes oft als Metamorphosen die Orgelwelt heim. Aber ein schöner und folgerichtiger Gedanke.

 

Wilhelm Sauer und seine Werkstatt wurde in zwei Bänden von  Hans-Joachim Falkenberg ganz hervorragend  dokumentiert, die ich nun auf unserem orgelbuchBlog  vorstelle. Für Orgelliteratur in Sachen Orgelwerkstätten muss man den "Falkenberg" als die Standart-Referenz benennen. Für alle die Orgelromantik zu sich nehmen wollen, und das "Zwischen der Kriege" in kompakter und klarer Form studieren möchten, sie kommen um "Falkenberg's Sauer" nicht herum.

 

Erste Probe - so heißt das Video mit dem wir Orgelmusik an  der Walcker-Orgel im Atheneum in Bukarest nun erstmals präsentieren, und das etwas vom Klang der Orgel herüber bringt.  Damit wollen wir auch auf unsere CD und DVD hinweisen, die in ca 4-5 Wochen erscheinen wird. Organist ist Franz Metz, der hier an dieser Orgel Großartiges geleistet hat und der auch eine ganz tiefe Verbindung zu diesem Instrument gezeigt hat. Im Herbst dieses Jahres heißt es dann : an der Orgel im Atheneum -  Olivier Schmitt- mit Franzosen, Bach und Liszt. Die Klangfiles auf diesem Video haben wir heute gegen bessere ersetzt.

20.Feb

Hervorragendes Konzert von Prof. Dr. Franz Metz an der Walcker-Orgel im Atheneum in Bukarest gespielt am 17.Feb.: Dieses Konzert wurde zweifach aufgezeichnet und wir werden sowohl eine CD davon herausbringen sowie eine vom TELEVISIO gefertigte DVD. Die Orgel im Bukarester Atheneum stellt sowohl klanglich wie orgelbautechnisch die einzige vollständig erhaltene Oscar Walcker-Konzertsaalorgel dar, die  authentisches Klanggut der Orgelbewegung und damit auch Klangvorstellungen des gereiften Oscar Walcker in sich birgt.

Ich bin Herrn Dr. Metz sehr dankbar für dieses hervorragende Konzert, das es uns nun ermöglicht, das besonders außerhalb Deutschlands aufkeimende Interesse für diese großartigen Klänge unserer Orgeln nun mit diesen Medien belegen zu können, und so weitere Quellen unseren Freunden in  allen Teilen Welt  über die hervorragende Orgelbaukunst unserer Vorfahren zugängig machen zu können. Die herausragende Registrierkunst von Dr.Metz und die vorzügliche Auswahl der Orgelliteratur und ihre Darstellung während dem Konzert erlaubt es nun, einen guten Klangeindruck von diesem Instrument zu bekommen und damit eine oft wenig verstandene Orgelperiode des Deutschen Orgelbaus sehr gut studieren zu können. Ich denke, es bereichert unsere Orgel"landschaft", die wir heute eher in historisch verschiedenen Schichtungen finden werden als in geografische Ortungen, ungemein. Es bleibt zu wünschen, dass viele internationale Organisten hier in Bukarest ihre Vorstellungen geben werden. Dieser gute Anfang - es war ein frommer Wunsch - nun ging er in Erfüllung, hat unsere Erwartungen weit übertroffen.  (gwm) Zum Konzert gibt es bereits einen Beitrag des Bukarester Radio auf dem Internet mit Interview Franz Metz

 

Spieltisch der Parteitagsorgel von 1935. Auf einen "Führerbefehl" hin hatte sich der Dirigent des Nationalsozialistischen Reichssymphonieorchesters Franz Adam um effektvolle Festmusik zur Eröffnungsfeier des "Parteitages der Freiheit" zu kümmern, worauf dann die Walcker- Orgel Opus 2432, 50/III, geplant für die Martin-Luther-Gedächtnis-Kirche in Berlin-Mariendorf, als erstes Provisorium nach Nürnberg in die Luitpoldhalle geliefert wurde, um dort in 12 Tagen aufgebaut, montiert und intoniert zu werden. Bisher hat sich kein Bild der Orgel gefunden, wo man diese Installation während des Parteitages erkennen konnte. Reichsparteitagorganist Günther Ramin durfte an diesem Spieltisch Dr. Goebbels und seinem Gefolge die Orgel vorspielen, die dann später mit 75 Lautsprecher zum Heer der 35.000 braunen Chorknaben verstärkt wurde. In Prolingheuers Radio-Sendung von 1985, die es hier als komplette online-Variante gibt, klingt das dann folgendermaßen: Da spielt nun die Mariendorfer Kirchenorgel auf dem Nürnberger Reichsparteitag 1935 anstatt zur Ehre Gottes, zum Ruhme des Führers Adolf Hitler und seiner "positiv-christlichen" Nazipartei, während auf der Tribüne Ministerpräsident Hermann Göring (ebenfalls stolzer Besitzer einer Walcker-Orgel) unter tosendem Beifall die barbarischen Rassengesetze verkündet: Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen und artverwandten Blutes, der durch sein Verhalten beweist, dass er gewillt und geeignet ist, in Treue dem deutschen Volk und Reich zu dienen. Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sind verboten..."  Diese Orgel zeigt deutliche Verwandtschaft zu ihrer 4 Jahre später gebauten Schwester im Bukarester Atheneum. gwm

 

Rheinbergers wunderschöne Cantilene auf der Walcker-Orgel in Uithuizen, das ist immer noch ein wunderschönes Stück Musik auf einem ganz gut klingenden, restauriertem Opus 351, der früher im Frankfurter Dom sein Wesen trieb - gespielt von Johannus Bos, hier als MP3 mit rund 6MB. Dank an Bouwe Luurtsema /Holland

13.Feb

Ellerhorst"Handbuch der Orgelbaukunde" online auf unserem orgelbuchblog.

09.Feb

von Prof. Theo Brandmüller (nicht nur im Saarland bekannt für seine Orgelkompositionen und Orgelkonzerte) konnte ich auf Umwegen erfahren, dass er sich nur wenige Wochen vor mir in Costa Rica aufhielt und von dem Wirken unserer Orgelarbeiten dort positive Resonanzen erfahren hat. Unmittelbar erinnerte ich mich an einen Vortrag des Komponisten, der mich vor über zehn Jahren zutiefst faszinierte und den ich nach Rücksprache des Verfassers nach einem Konzert in Saarbrücken St. Johann  als eines der ersten Texte auf unserer Internetseite veröffentlichte (wohl Ende des Jahres 1999 - womit wir  schon vorab zu einem 10jährigen Bestehen unserer Internetseiten prosten). Hier also immer noch auf unseren Seiten: Theo Brandmüller »Die Zeit ist eine Larve der Ewigkeit« - Spiel oder Gedanke beim Komponieren im Heute*

08.Feb

Abbé Vogler, als Mensch, Musiker und Orgelbautheoretiker, unter besonderer Berücksichtigung des sog. "Simplifikationssystems" - dargestellt von Prof. Emile Rupp - (1922 in Ludwigsburg verlegt) neu auf unserem Orgelbuchblog mitsamt der kompletten online-Ausgabe des Buches.

 

Kufstein-Heldenorgel: ist es heute noch legitim über solche Kriegerdenkmäler seine stille Propaganda zu verteilen? Wenn die langweilig gewordenen Ferien die Besucher  vom Auracher Löchl hoch zur Burg zieht, oder wenn sie oben im Hinterbärenbad den seltsamen Klang einer Orgel vernommen haben, welche von der Festung dröhnend durchs ganze Kaisertal "Ich hatt einen Kameraden" verkündet. Und nun diese Herrschaften unbedingt wissen wollen, wie denn das möglich ist, dass so eine Orgel 4-5km weit bis nach Deutschland ertönen kann. Und sie auch nach den Ferien noch seltsam beklommen  sind über dieses Orgelspiel , mehr als in jeder Kirch, weil man sie halt in Kufstein dauernd irgendwie hört, in der Kirch kann man ja raus gehen. Jedenfalls kommen sie dann ,nach den verdauten Ferien auf mich übers Internet zu und animieren mich, diesen Eindrücken eine gewisse Verdichtung zu geben, was hier nun als PDF hinterlegt wurde. Als Kriegerdenkmal, und das noch mit Erinnerungen an den verlorenen I.WK mit seltsamen Gedanken an Habsburg verbunden, wird es jedenfalls kaum wahrgenommen. Eher noch als schmucker Touri-Gag.

Nach Deutschland klang nun auch anderes Wort herüber von den Austrianern, nachdem man dort nun den  braunen Haider begraben und  die Salzburger Walcker-Orgel auf dem Sühne-Altar der 60er geopfert hat, folgt brav und willig auch das Opus 5300 von Wien-Musikfreunde, wo eine neue Rieger bis 2010 einziehen soll. Wie im Absatz (Klassik-Romantik) weiter unten bereits vermerkt, scheint es so zu sein, dass wir, je weniger Kultur wir fabrizieren, um so mehr Technik ins Geschäft stecken müssen, ein Gesellschaftsphänomen. Würden wir nur als Techno-Neurotiker in die Geschichte eingehen, es wäre verkraftbar. Aber im Angesichte aller bekannter Probleme, die die Zukunft der Welt aufweist, kann ich nur den Kopf schüttelt. Dennoch soll niemandem ein Vorwurf gemacht werden. Man ist halt friedlos und produziert  bis zum Tod.

 

Über Labien, Aufschnitte und Kerne der Labialpfeifen, ein neuer Blog auf unserer Orgelromantik.aeoline.de, wo ich die geheimen Konstruktionselemente von Walcker-Pfeifen etwas zu erläutern versuche.

 

Klassik-Romantik: mir wird mehr und mehr klar, dass die Auseinandersetzung zwischen beiden Auffassungen in der Religion begründet liegt. Das 19.JH war so gesehen ein Schlachtfeld jener geistigen Auseinandersetzung. Die Romantik hat immer mehr den verloren gegangenen Boden der Religionen (Mythologien) durch die Aufklärung  versucht in der Kunst neu aufzurichten (Wagner) , so dass am Ende die Frage nach "Gott" eine rein ästhetische Frage geworden war (Nietzsche). Am Ende auch war die Orgel "Konzertorgel" geworden und nur noch für Ästhetik zuständig, was unmittelbar zu Beginn des 20.JH zur Elsässischen Bewegung geführt hat. In schwachen kulturellen Zeitaltern, wie der Nachkriegszeit, wendet man sich immer klassischen Prinzipien zu, weil man "verlässliche" Stützen braucht. Das ist der Grund für den haltsuchenden Rückschritt auf sogenannte Barockorgeln. Und die heutige Zeit, die noch viel weniger "kulturträchtig" ist als irgendeine Zeit vor ihr, zeigt ihre Verfallserscheinungen besonders dadurch, dass das Einbinden von Romantik zusätzlich zur Klassik, lediglich als weiteres Reizmittel, als Surrogat oder gar als Rauschmittel erfolgt, was  überhaupt nichts mit Ästhetik mehr zu tun hat und noch viel weniger mit dem Idealismus der Romantik. Da dort ja religiösen Werten (Brüderlichkeit, Liebe) der Boden bereitet werden soll, was im heutigen exemplarischen "Egoismus" vollkommen unmöglich wäre. Wer heute Romantik sagt, der sagt "Rausch" , "Sinnlichkeit" und "Nebel" und keinesfalls "Novalis", "Hölderlin" oder gar "Tugend". 

Hinzu kommt die analytische Sehweise heute, die unser Gesichtsfeld enorm eintrübt. Erblicken wir eine Orgel, so schaltet sich automatisch das "digitale Gen" ein und zergliedert, zerschnippselt, löst das Instrument auf in Millionen Einzelteile - wovon man am Ende gar nicht mehr weiß welches dieser "Digits" denn von Wert sein soll. Anders der Romantiker: er sah auf die Orgel und "synthetisierte", das heißt, er verknüpfte und verband ihre Widersprüche zu einer komplexen "Synthese" - die am Ende immer von göttlichem Odem umflort war. Die Romantik war von einem Willen zur Einheit, zum Weltgeist, zur Unendlichkeit geprägt, wir heute hingegen sind restlos zersplitterte Digits. Folge analytischer Schulung, vom Kindergarten an. (gwm)

05.Feb

Unit-Orgeln: seit etwa 1930 fabrizierte die Firma Walcker eine ganz passable Mengen an sogenannten "Kleinorgeln" die mit 3-4 Grundstimmen 15 bis 30 Register ermöglichten. Nun tauchen hin und wieder solche Gesellen aus Vor-und Nachkriegstagen auf, weil man nach Erneuerung der Kontakte diese  recht qualitätvoll  gemachten Instrumente gut als Hausorgeln gebrauchen kann. Denn mit 2,40m Höhe passt dieses Gehäuse in jede Plattenbauwohnung. Hier ein PDF mit wichtigsten Informationen. Auch Verwendung fanden diese Orgeln für besonders kleine Kirchen. Damit lässt sich oft auf zwei Manualen mit Pedal meist besser musizieren als auf Positiven mit nur 4 Registern. und so kann das heute aussehen

 

REDUNDANT PIPE ORGAN M141: James Corps Orgel aus 1841 I/6

 

PREISLISTE der FIRMA WALCKER aus 1881: das gibt es doch relativ selten, eine Preisliste eines Orgelbauers, die nun fast über 130 Jahre alt ist. Wir sehen aus dieser Liste einmal einen kompletten Bestand an Pfeifenregistern der den Kollegen angeboten wird, und man erkennt welches Pfeifenmaterial  zu dieser Zeit überhaupt up-to-date war. Weiterhin sieht man, ohne die Kaufkraft überhaupt kennen zu müssen, welche Wertigkeiten damals vorlagen. Ganz allgemein kommt man über diese Reichsmarkbeträge mit einem Multiplikator von 30 -40 auf etwa heutige Euro-Wertung. Interessant, dass Walcker hierin noch Pistonbälge zum Kauf anbot, die doch damals schon ziemlich überholt waren. Ein hoch interessantes Dokument des Deutschen Orgelbaus der Romantik. Wahrscheinlich die erste Verkaufsliste im Orgelbau überhaupt.

 

auf walcker.com sind inzwischen 8 Orgelbücher vorgestellt, das letzte war "Markus Zepf -Die Freiburger Praetorius-Orgel", ein Buch, das man einfach gelesen haben muss, wenn man Orgelbewegung, Barock-Orgel (diesen sonderbarsten aller Orgelbegriffe) und unsere daraus resultierende heutige Orgelzeit  überhaupt verstehen will.

02.Feb

auf unseren Seiten finden zur Zeit Umstrukturierungsmaßnahmen statt. So ist es möglich, dass hier und da Seiten momentan nicht aufgerufen werden können. (bei 6,5 Gigabyte und über 40.000 Dateien sind das alles Lapalien, die kaum in Erscheinung treten, aber eben auch ihren Zeittribut einfordern) Und für alle, die immer noch meinen, diese Internetseiten mit einem legeren Click runterladen zu können: lassen Sie es bleiben, das hat noch keiner geschafft. Weil an geeigneten Stellen gut geschützte Dateien lauern, die jeden Downloader zum Abbruch zwingen.

 

Bundespräsident Horst Köhler hat das erste bundesdeutsche Staatsoberhaupt Theodor Heuss zu dessen 125. Geburtstag geehrt. "Er war nicht nur der erste, sondern der unvergleichliche Bundespräsident. Er war ein Glücksfall für Deutschland", sagte Köhler am Samstag in Heuss' Geburtsort Brackenheim bei Heilbronn, wo dieser am 31. Januar 1884 zur Welt kam. Hier die zwei Briefe, die Theodor Heuss an Walcker schrieb: an die Firma Walcker 1952  an Helene Walcker 1948 zum Ableben Oscar Walckers. Der letzte schließt mit den Worten : Oscar Walcker wird allen, die ihm nahe standen immer in Erinnerung bleiben, Theodor Heuss

 

Redundant Pipe Organ: Die Willis Orgel aus 1856/I4 steht unter M0140 zum Verkauf

 

01.Feb

Familiengeschichte: Heute vor 86 Jahren wurde mein Vater Werner Walcker-Mayer in Ludwigsburg, Sohn von Hildegard Walcker und Felix Mayer geboren. Als Enkel Oscar Walckers übernahm er nach dessen Tod die Firma Walcker. Bis etwa 1970 war die Firma Walcker in Mitteleuropa führendes Orgel-Industrie-Unternehmen, das den Markt der Nachkriegskirchen rasch und preisgünstig mit Pfeifenorgeln belieferte. Um 1964 waren im Ludwigsburger Orgelbau um 320 Personen beschäftigt. Nach 1968 brach der Orgelbaumarkt radikal ein. Die Umstellungen nach 1970 wurden von Werner Walcker-Mayer in unterschiedlichen Formen und Gestaltungen vorgenommen. So wurde die Reduzierung auf zwei und später auf eine große Werkstatt in Deutschland mit Vor- und Nachteilen belohnt. Ebenso die wirtschaftliche Anbindung an orgelfremde Fertigungen.  Immer darauf bedacht rund 100 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz zu stellen, was heute als großartige Sozialleistung bewertet wird, war es in den 80er und 90er Jahren und dann besonders nach Beantragung eines Insolvenzverfahrens ín 1999, für viele leicht diesem Manne Fehler und falsches Managment unterzujubeln. Im Grunde war er ein zutiefst vom Orgelbau faszinierter Mensch, der die Auseinandersetzung mit Künstlern und Technikern liebte.  gwm

31..Jan.09

zu Frankfurt Paulskirche erhielt ich seit zwei Wochen ganz erhebliches Material zugestellt. Worunter das von Paul Peeters aus Göteborg zugeschickte Schrifttum zu umfassender Klärung beiträgt. Man könnte ein ganzes Buch nun über das Thema verfertigen- wenn das nicht bereits der Fall wäre!  Von der Barfüßerkirche zur Paulskirche, eine Schriftensammlung herausgegeben von Roman Fischer, 2000, beinhaltet eine Schrift "Die Orgeln der Paulskirche" von Hermann Fischer, die das Thema umfassend darstellt.

 

Walcker in Südafrika: es ist sehr wenig bekannt, dass Walcker in den frühen 50er Jahren eine ganze Menge Orgeln nach Südafrika geliefert hat, die dort von SAOB (South-African-Organ-Builders) aufgestellt und intoniert wurden. Wie haben diese Orgel ausgesehen, hab ich mich immer wieder gefragt, und kann nun eine stolze Zahl von über 20 Orgelprospekten hier in der PDF zeigen, die Walcker-Orgeln darstellen, aber man hierzulande als solche nie zur Kenntnis nahm. Die handschriftlichen Zahlen auf den Blättern stellen die Opusnummern dar.

 

Ich, Eberhard Friedrich Walcker, Orgelbauer von Gottes Gnaden und Auftrag..." - Die wahre Geschichte der Frankfurter Paulskirchenorgel (auf unserem EFW_Blog) aus den Worten des Erbauers. Unverändert von mir abgeschrieben, lediglich von mir markiert, dass es nur einen 32' geben kann. Und darum dreht sich die ganze Geschichte. Dr. Roland Eberlein gab mir den Hinweis,  dass wahrscheinlich die große Oktave des 32' nur einmal gebaut wurde, während zwei Fortsetzungen in 16' beim c, die legeren Registerbezeichnungen zwei offene 32'- Register ermöglichten, was aber eben auch zu Irritationen führte. Diese Geschichte ist also nicht neu. Aber völlig neu und bisher nie veröffentlicht dieses Portrait des Meisters. Das Bild der Ffm-Paulskirchenorgel wurde zur ersten deutschen Nationalversämmlung 1848 in der Paulskirche gefertigt, war bei den in Deutschland kostenlosen Informationen zur politischen Bildung Deckblatt in 1990. Hier war die Orgel zwar stumm, aber eben omnipräsent, wie ein stiller Zuhörer. Auch das kann Geschichte sein.

 

w_supper_erlauetert.jpgNun klinget wohl ihr Pfeifen all”- Das Klang-Welt-Bild von Walter Supper auf unserem AeolineBlog. Nirgendwo kann  man das Klangbild der 60er Jahre besser studieren als an diesen beiden Aufnahmen von Walter Supper, einmal an der Walcker-Orgel in Fürth und ein weiteres Mal an der Walcker-Orgel im Ulmer-Münster, die Supper selbst bespielt hat. Wir haben nicht nur MP3-files eingebracht - dazu noch meinen großen Dank an Christoph Bremer - sondern auch Entwurf von Walter Supper und Dispositionen der beiden Orgeln. Bei Ulm ist das in english erfolgt, weil diese Schrift im NEW YEARBOOK 1970 erschienen, die nicht sehr bekannt ist, und die zeigt, was Supper an dieser Orgel wichtig war. Ich glaube wir haben hier etwas zum Verständnis einer schwierigen Zeitepoche beigetragen und hoffe auf viel Freude beim Hören und Sehen, und vielleicht etwas "Staunen" -  für manchen wird's ein großer Spaß (verschleiert streichende Harfpfeifen) auch sein. (ergänzt mit dem Bild "Walter Supper erläutert sein Modell "Ulm" in Ludwigsburg einigen interessierten Studenten, ca 1966)

 

Auflösung unseres kleinen Rätsels einen Absatz weiter unten: es handelt sich um eine sogenannte "Neobarock-Orgel" - die nach Auffassung vieler "Kenner" typischer gar nicht sein kann: die Walcker-Orgel ursprünglich in der Regerstadt Weiden und dort in St. Michael  beheimatet, die jetzt wohl eine richtige "Reger-Orgel" hat.

Das Instrument von Walcker, Opus 5236, Baujahr 1969, III/41, m-e, wurde aus der Michael-Kirche in Weiden hinauskomplimentiert, weil man auf dieser Orgel natürlich nicht mehr spielen konnte - war ja alles schlecht, wie jetzt auch in Do-Reinoldi. Jetzt steht sie im italienischen Semogo. Ein befreundeter Orgelliebhaber hat diesen Eintrag* in unseren NEWS 9/2008 gelesen und daraufhin mir die Musik zugängig gemacht:

*NEWS 9.OKT.2008 Die Walcker-Orgel der St. Michal-Kirche in Weiden ist in Semogo wieder aufgebaut worden: http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1585581-118-orgel_schafft_oekumene,1,0.html
http://www.pradella-organi.it/images/all/semogo/semogo.htm  und ich bin überzeugt, dass diese Orgel besser klingt, als jede "Max-Reger-Orgel"gwm.

Heute nun weiß ich, dass die alte Walcker-Orgel nicht nur in guten italienischen Händen ist, sondern auch, dass manche Organisten, wie der diese Aufführung spielende Hanns Friedrich Kaiser, sehr wohl wissen, was diese Instrumente tatsächlich wert sind. Das hört man, und wir sind dankbar für diese großartigen Aufzeichnungen. Wir sehen auch, dass man nicht schematisch eine Zeit über einen Kamm scheren darf, sondern, dass sehr wohl Differenzierungen stattfinden. Die Aufnahme wurde nicht wie unten angesagt, im Jahre 1969 sondern 1992 aufgezeichnet, also auch hier der Beweis, dass sich nichts in Schlechte verzogen hat. Wegen möglichen Copyright werden die MP3-files morgen gelöscht.

26.Jan 09

auf unserer Bunkorgel-Seite "Reinoldi"  befindet sich ab heute ein erneuter Antrag beim Denkmalsamt, von Christoph Bremer, der acht Gründe anführt, warum diese Orgel einfach erhalten werden muss!  Eine äußerst feinsinnige und tief empfundene Argumentation, die ihre Gründe in der historischen Stringenz der neueren Orgelbaugeschichte sieht und findet.

 

eine Walcker-Orgel, die vor wenigen Monaten ihre Wiederauferstehung gefeiert hat. Hier ist der Beweis welche ausgewogenen Klänge diese Orgel bereits im Jahre 1969 gehabt hat, als diese Schallplatte produziert wurde. Jedermann kann sich selbst einen Eindruck über diesen Orgelklang  verschaffen. Heute bleibt es noch ein Geheimnis, um welche Orgel es sich handelt. Morgen wird das Geheimnis gelüftet. Hier die Musik:

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Max Reger Choralvorspiel - Meinem Jesum lass ich nicht " op 67 Nr.26 als mp3 file

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Max Reger "01 Wachet auf, ruft uns die Stimme" op 52 Nr. 2  als mp3 file

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Max Reger "02 Wachet auf, ruft uns die Stimme" op 52 Nr. 2  als mp3 file

Ich bin auf Ihre Reaktion gespannt.

 

25.Jan.09

Die Pierre Schyven-Orgel in der Catedral von San José, Bj.1890 wird in diesem Blog abschließend erläutert mit erklärenden Fotos, mit dem Kostenanschlag von Pierre Schyven, einer bereinigten Disposition und allen wichtigen Details, die von meiner Sicht aus zu bemerken sind. Wir werden im Sommer/Herbst diesen Jahres dort eine Wartung vornehmen und wahrscheinlich rund 3 Wochen dort nochmals tätig sein.

 

Die Walcker-Orgel in Cartago-Basilika Opus 3589 mit III/31, Bj. 1956, die größte Walcker-Orgel in Costa Rica in einer der schönsten Kirchen ZentralAmerikas. Hier in dieser Kirche finden alljährlich im August Wallfahrten statt, wo rund 3 Millionen Pilger aus ganz Amerika sich einfinden. Auf unserem Blog wird die Orgel mit Bilder und Disposition vorgestellt.

 

Die Walcker-Hausmitteilungen (Nr.1-42 von 1949 bis etwa 1971)diese Hefte wurden neu auf unserer Seite organisiert.

21.Jan.09

Die Walcker-Orgel in Nuestra Señora de los Ángeles de Guadalupe /Costa Rica: eine Orgel der "Spätromantik" 1952 gebaut, mit elektropneumatischen Kegelladen, momentan unspielbar. Neu auf unserem Walcker-Blog. Alle Mixturpfeifen wurden dort entfernt, so radikal geht man nur in Costa Rica gegen neobarocke Ideen vor.

 

Suchmaschine Google effizient nutzen: wer auf unseren Seiten eine bestimmte Orgel oder Person sucht, ist leider nicht immer gut beraten die eingebaute Suchmaschine zu nutzen (search im Menü) besser ist es auf Google.de zu gehen und dort  im Suchfeld folgende Eingabe zu machen : site:walckerorgel.de Oscar Walcker - oder anstelle Oscar Walcker ein anderes  gesuchtes Objekt. Natürlich gilt  dies für alle Internetseiten. Für site:aeoline.de principal wäre dieses Beispiel. Wer so zum Beispiel nur *.jpg eingibt, und Bilder-suchen aktiviert bekommt eine Masse an Orgelbildern über walckerorgel.de geliefert. google Bilder

 

Walcker-Serienorgeln: ist das heute alles Mist? fragen mich Pfarrer und Organisten nachdem forsche Besserwisser wieder mal ihre Gutachten verfertigt haben. Hier meine Antwort: Sehr geehrte Frau E., Die Walcker-Orgel nach B... wurde 1966/67 als Opus 49..gebaut. Es handelt sich um ein sogenanntes „D*-Positiv, einmanualig mit 7 Registern.

Diese Serienorgeln wurden mit Hilfe und Unterstützung der damaligen Orgelsachverständigen gefertigt und diese Instrumente haben gerade durch die positive Aufnahme jener Experten ihre weitreichende Verbreitung in die Kirchen der Nachkriegszeit gefunden. Es gibt rund 1000 solcher Instrumente von Walcker. Also ist die heute vorliegende negative Bewertung durch Orgelsachverständige lediglich eine geänderte Perspektive, die nichts über eine Objektivität aussagt. Denn das, was die Herren heute sagen, gilt ja morgen nicht mehr. Wir Orgelbauer hingegen müssen mit unserem Namen zeichnen und Verantwortung über größere Zeiträume tragen. Die Materialqualität und Fertigungsmethoden dieser Instrumente sind nicht einheitlich, waren aber auch nie grundsätzlich schlecht. Außerdem sind  diese Orgeln ganz allgemein stabil gegen Heizung- und Feuchtigkeitseinflüsse.  Ihr klangliche Qualität ist auf Grund der Größe und Pfeifenmensuration (Maßgestaltung) begrenzt.

Für eine Kirche mit rund 260cbm Rauminhalt würde ich sagen, scheint mir diese Orgel zu klein.  Wenn das Instrument aber nun seit über 40 Jahren seinen Dienst in der Gemeinde tat, ohne dass eine Einschränkung bemerkt wurde, so ist mir die Logik der weiteren Diskussion nicht einleuchtend. Nach meinem Verständnis sind diese Instrumente rein pragmatische Zweck-Instrumente, die keinen erweiterten ästhetischen Rahmen bieten, aber funktionell für keine Probleme sorgen. Wir haben mehrere dieser Orgeln in Pflege, in Kirchengemeinden, die völlig mit diesen Instrumenten zufrieden sind. Die in B.. vorliegende Orgel sollte nicht erweitert werden, weil die ganze Windanlage äußerst begrenzt ist und dann in diesem Bereich Probleme auftreten können. Etwas anderes wäre ein Zubau mit neuer Windlade und Windanlage, was auch schon gemacht wurde. Nach meinen Erfahrungen haben diese Orgeln heute den gleichen Wert, wie der damalige Kaufwert war. Also für rund 8-10.000,--DM wurde die Orgel gekauft, das entspricht nun rund 5.000,--Euro, was der Handelswert bei diesen gebrauchten Instrumenten  z. Zt. darstellt. mfg gwm

19.Jan.09
 

Apkalna spielt Kalejs u.a. auf der Walcker-Orgel in Riga : fantastisches Video  43min !! auf arte francais.  TANZ AUF DER ORGEL - Die lettische Organistin im Dom zu Riga, in der Essener Philharmonie und beim Kammermusikfest Lockenhaus --Sendung kommt im deutschen Arte  am 20.Jan und 26.Jan jeweils um 6.oo Uhr.

 

Felix Hell begeistert Publikum auf der restaurierten Walcker-Orgel in Lüdenscheid. Der junge Mann war von den Organisatoren der Christuskirche mit Bedacht eingeladen worden. Erst vor zwei Jahren hatte Hell an der Walcker-Orgel konzertiert und sein Publikum erfreut, obwohl das Instrument aus dem Jahr 1902 merkliche und hörbare Schwächen gezeigt hatte. Nun ist die Restaurierung vollzogen. Mit fast 300 000 Euro war das Instrument aus Zeiten der deutschen Orgelromantik mit einem schlüssigen Gesamtkonzept zu neuem Glanz zu erhoben worden. Am Samstag bewies Felix Hell, dass dieses Konzept passt. Der Klangreichtum, begründet in 36 Registern und vielfältigen Kopplungsmöglichkeiten der drei Manuale und des Pedals untereinander, gereicht nun auch den filigransten Werken romantischen Schaffens zur Ehre.

 

Kirche will Leih-Pfarrer pro Gottesdienst bezahlen, neues Honorarmodell auch im Saarland. 160 € pro Gottesdienst, 30 € pro Krankenbesuch. Der Einzug der Händler und Taschendiebe in die Kirchen feiert seine gesellschaftliche Anpassung ans Tagesgeschehen. Von Christentum scheint diese Kirche nichts mehr wissen zu wollen, Hauptsache man ist up-to-date , eingebettet ins wirtschaftlichen Geschehen. Dass hier ein moderner Ablasshandel wieder eingeführt wird, dass die jungen Theologen, welche mit neuer und frischer Energie ans Werk gehen sollten, zunächst einmal zuförderst ans "Geld" denken müssen, dass ein Unternehmen "Kirche", ein ursprünglicher Freiraum vom Wirtschaftsgeschehen für alle trostsuchenden Menschen war und sich nun zum effektiven Aktienunternehmen mausert, das genauso in baldiger Zukunft seine Scherbeln einfordern wird (zwei Tropfen Weihwasser, eine Hostie, macht genau 3 Euro 20,--)  - das jedenfalls wird ihren geistigen Untergang rapide beschleunigen. Das Entsetzliche ist, wie wir diese Verarschung Jesu Christi und seiner Lehre hinnehmen, eingebettet in einem System, das sich keinen Deut mehr um die großartige Gestaltung des Menschen im Christentum kümmert, sondern nur noch an ihre lächerliche Funktionstüchtigkeit (ihre Maschine) denkt.

 

Kleine Geschichte der modernen, deutschen Orgel - Bekenntnisse eines Postmodernisten. Der Rückblick auf das letzte Jahrhundert und auf diese Moderne Orgel, aus postmoderner Warte, auf unserer ersten Seite. "kleine Geschichte",  als PDF.

Feedback: Hallo Herr Walcker, mit großem Interesse habe ich Ihre Ausführungen zur Modernen Orgel gelesen. Wer hat denn dieses "Ding" je gewollt? Ich kenne keinen einzigen Organisten. "Die Moderne Orgel und Reger" - auch falsch! Reger wollte mit dem "orgelbauerhaften - modern" nie etwas zu tun haben, mit diesen  "Patentdümpeln". Und heute? noch schlimmer! Qualitätsorgel = moderne Orgel, Käsekuchen= moderner Kuchen? Man kommt mit diesem Begriff nur in negative Bereiche. Postmoderne= Prost Moderne!, eine heimliche Bejahung. Wir haben nichts überwunden, daher kann es kein Post...- geben (außer der Postbank, n a c h der Krise). Gruß K.H.

Feedback: Hallo Herr Walcker, Was aber ist die heutige "moderne" Orgel, sonst ein post-neobarockes Ding

mit obligatorische Schleifladen, pseudo- "Werkprinzip" Aufbau mit hängende Traktur, dazu ein Gamba, ein Schwellkasten und ein Setzer ? Sehen Sie mal was Kern, Mander, die amerikanischen heute bauen....Einige, wie Casavant

und Schoenstein probieren ja etwas anders. Das Ergebnis aber lasst noch zu wünschen. Die Leute auf meine Forum wollen eine 1910 Orgel mit zusätzlichen ungeraden Mutationen(vor allem Septimen), aber sehr zart intoniert (1). Die "moderne" Orgel lehnen sie komplett ab. Und das sind die junge Leute wie Herr Schmitt... P.L.

 

 

Von Costa Rica, dem Land, mit dem mich nun eine besondere Verbindung prägt, habe ich 6 Bilder bekommen, jeweils 3 Landschaften vor und nach dem Beben. Eine eindrucksvolle Schau, die zeigt, welche gewaltige Wirkung ein solches Erdbeben besitzt.

 

ich halte Glenn Gould für das größte Genie, das je ein Tasteninstrument bespielte - aber heute, nachdem ich diesen Satz von ihm gelesen habe, halte ich ihn auch noch für das größte Genie im Einblick in die menschliche Orgel-Seele : "die Orgel ist das Instrument des von Natur aus konservativen Pfeifenkistenklans...*", wie wahr, oh..., wie wahr! gwm

*Glenn Gould - Von Bach bis Boulez, München 1986

 
15.Jan.09

Noch bevor es so richtig turbulent in diesem Jahr losgeht, haben wir noch rasch den Auftrag zur Generalstimmung in Toccoa/Georgia erhalten, und damit bin ich doch ganz schön in die US-Historie der letzten Jahre eingebunden.

Denn als ich am 21.März 2003 in die USA flog, an dem Tag als der Irak-Krieg begann, um dann zwei Jahre später erneut eine Wartungsarbeit dort zu verrichten, als dieser Krieg praktisch verloren gegeben wurde, war nicht abzusehen, welche diametral entgegengesetzte Enwicklungen dieses Land durchmachen würde, das nach dem II.WK ja  immer doch eine große Projektionsfläche für die Deutschen und ihren Entwicklungen darstellte. Egal, wie man die USA sieht, es kann von den Entwicklungen auf dem Kontinent seit den 1920er Jahren, auch denen der Orgel,  nicht mehr unberücksichtigt gesehen werden. Jetzt also "Obama-Land" mit der Auflage auch für alle Deutschen, sich vor Abflug in die USA per Internet voranmelden zu müssen. Ich bin mal gespannt. Diese über 50 Register große viermanualige Orgel hat mir als Vorlage für die Sub-Super-Koppel Gestaltung in Bukarest gedient. In Bukarest haben wir aber nochmals eine Steigerung eingebracht. Hier: Orgelportrait Toccoa - Opus 5926, Dispo, Bilder, als PDF.

 

Orgelkonzerte im Atheneum Bukarest: es finden bereits in diesem Monat verschiedene Orgelkonzerte auf unserer neu gerichteten Orgel im Atheneum statt. Das wichtigste Konzert aber spielt Dr. Franz Merz am 17.Februar. Programm stellen wir hier samt Vita als Pdf-Datei bereit. Dieses Konzert wird live aufgenommen, und falls die Möglichkeit geboten wird, werden wir eine weitere Aufnahme davon erstellen lassen mit anschließender CD-Produktion. Zum Einweihungskonzert haben wir schon eine kleine Orgelfreundestruppe beieinander: am Freitag den 13. gehts morgens via Tarom vom Frankfurter Airport nach Bukarest.

 

Frankfurt Paulskirche - Die Dispositionen: neuer Blog auf unserer EFW_Blogseite. Immer wieder, wenn ich ein paar Stunden daheim Zeit habe und mich mit Papieren Eberhard Friedrichs beschäftigen kann, dann fällt mir seine Paulskirchenorgel in die Hände und die dort von mir seit Jahren schon gemachten Vermerke , dass da irgendetwas nicht stimmen kann. Die von allen Autoren abgeschriebene Disposition Willibald Gurlitts hat einfach  elementare Fehler, die vor allem in dem einen Punkte gipfeln, dass der legendäre offene 32' im Pedal gleich zweimal aufgeführt ist, was nicht stimmen kann, aber was brav und bieder überall rezitiert wird. Ich habe mir nun einmal die Mühe gemacht, die Disposition des Opusbuch 1 und diese Gurlittsche Variante zu vergleichen - Beide Dispositionen sind  nun online, und jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden. zu den 32-Füssen gab es mehrere Stimmen, auch Entrüstungen: 

FEEDBACK I: Ein interessanter Einwand hierzu kam von einem alten Kollegen, der mir sagte, dass es doch unverständlich sei, wenn Walcker 1895 einen Umbau der Frankfurter Paulskirchenorgel vornimmt, dann aber plötzlich den zweiten vorhandenen offenen 32Fuß im Pedal unterschlägt. Denn kein Orgelbauer würde doch so ein Register entfernen! - womit er recht hat, denn in dieser Disposition ist kein zweiter 32' enthalten.

FEEDBACK II: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Orgelmeister, der sich der Qualität dieses Tones C 32' erst noch vergewissern möchte, dass er gleich zwei derartige Register einbaut, die doch gar keinen Sinn haben, weil sie sich nie in der Klangstärke addieren. Und dazu riskiert er dann zwei 10m lange Pfeifenregister. Völlig unwahrscheinlich. Ihre Annahme teile ich, dass es wahrscheinlich  der zweite Bass  ein offener 16' und der gedeckte Quintbass 10 2/3 war,  die von den "Abschreibern" falsch interpretiert wurden (offen!)- und dem Orgelmeister wars recht, dass man ihm etwas mehr Leistung unterschob, was er so eigentlich nicht getan hat. (K.K)

FEEDBACK III:  Der Contrabaß 32' in der Paulskirchenorgel ist kein Fehler von Gurlitt. Er findet sich bereits in der Disposition, welche die Allgemeine Musikalische Zeitung in Jahrgang 35, 1833, S. 679 abgedruckt hat. Ich hänge Ihnen einen Scan dieser Seite an. Wenn ich richtig sehe, ist dies die früheste erhaltene Aufzeichnung der Disposition. Der Contrabaß 32' (+ Subbaß offen 32') ist auch in der Dispositionsaufzeichnung, die Christian Roetzel (1776-1867) in die Dispositionssammlung der Gebrüder Kleine eingetragen hat (publiziert in: Franz G. Bullmann, Die rheinischen Orgelbauer Kleine - Roetzel - Nohl, Bd. II, S. 46; ein Scan hängt an.) Ebenso ist er enthalten in der Disposition, die Julius Seidel in "Die Orgel und ihr Bau", Breslau 1843, wiedergibt. (Scan wieder anhängend.). Die Zeitschrift für Instrumentenbau 20, 1899/1900, bringt auf S. 318-320 eine ca. 1865 angefertigte Abschrift der Registerzugbeschriftung (samt einer Zeichnung des Spielschranks!). Auch hier ist Contrabaß 32' und Subbaß 32'

vorhanden. Die Seiten sind im Internet eingestellt  ..............noch eine kleine Ergänzung, nachdem ich gerade auf ihrer News-Seite die Argumentation gelesen habe, kein Orgelbauer würde einen 32' entfernen: In der Zeitschrift für Instrumentenbau 20, 1899/1900, S. 342 gibt es eine Aufstellung der Veränderungen, darin findet sich folgende Zeile: Pedal: früher zwei 32' (1 offen, 1 gedeckt), jetzt ein 32' akustisch. Demnach müßt der Contrabaß 32' gedeckt gewesen sein, und beide 32' wurden bei der Verkleinerung der Orgel von 74 auf 63 Stimmen tatsächlich entfernt!! (R.E.)

ich werde diese Zeitschriften FFM-Paulskirche betreffen kopieren und als Ergänzung mit den Anregungen in einem 2.Blog bringen. In jedem Fall scheint  nun langsam klar zu werden, dass man fast 200 Jahre lang immer wieder die falschen Dispositionsangaben abgeschrieben hat. Außerdem gibt es Mensuraufzeichnungen zu dieser Orgel in meinem Archiv, was bei viel, viel übriger Zeit einmal zugezogen werden kann.  Es war nur eine Ahnung (das ist zunächst einmal ein Begriff der >>kein positives Wissen << aussagt - aber immerhin abgeleitet von A h n e !!) - jetzt könnte es sich zu Wissen verdichten. gwm

10.Jan.09

Schweres Erdbeben erschüttert Costa Rica San José - Bei einem Erdbeben in Costa Rica sind mindestens acht Menschen getötet und an die hundert verletzt worden. 22 Menschen wurden nach Angaben der Zeitung La Nación am Freitag vermisst. Zentrum des Bebens war in Alajuela, wo eine größe Walcker-Orgel steht. Präsident Oscar Arias erklärte: "Heute ist ein Tag der Trauer für unser Land."

08.Jan.09

Was aber ist Neobarock in Italien? war die Frage eines Bekannten, der sich nach der Orgellandschaft Italien heute und gestern erkundigte. Da gibt es eigentlich nur eine Antwort, es war grundsätzlich : Fernando Germani (1906-1998), Schüler von Bajardi und spätestens nach dem II.WK auch bei uns einer der bekanntesten Organisten Europas, der hierzu elementare Vorgaben setzte. Man kann Germani an dieser einen Disposition grundsätzlich  klar erkennen, die er im reifen Alter von 68 Jahren erstellt hat und unter Ausnutzung vorhandener Register der Walcker-Orgel in Santa Cecilia, die übrigens Oscar Walcker 1894 aufgestellt hat. In jedem Fall aber ist dies etwas ganz anderes als unsere hier in Deutschland abgehandelte Klanggestalt von Neobarokko Anfangs der 70er Jahre.

Potpourri:  

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Redundant Pipe Organ M 0139 die Andrew's, 19/II, 1890, M tracker, P pneum,Frizighall, Bradford URC, steht zum Verkauf. Instrument wurde zuletzt im Jahre 2007 gestimmt.

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Redundant Pipe Organ M 0114, Monk 18/II, ca 1920, M pneum, P epneum, St Luke's Walthamstow, London UK

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Die Walcker-Orgel Opus 1747, Wildervank, Holland, gebaut 1913 mit 21 Register, ein typischer Vertreter der Spätromantik, wird in diesem Orgelportrait - PDF vorgestellt. Mit mehreren Bildern von Orgel und Spieltisch, da hier erkennbar wird, mit welcher Ästhetik zur damaligen Zeit gearbeitet wurde. Und natürlich ist die Disposition lückenlos im Dokument vorhanden - "gestern - und heute". Diese Orgel ist pneumatisch erhalten.

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einfache Lösungen in Sachen historischer Winddruck gibt es offensichtlich nicht. Die erforderliche Zeit, das Thema gründlich aufzuarbeiten habe ich z.Zt. nicht. Vielleicht hilft auch ein günstiger Zufall. Für eine maßstäbliche Abbildung der Foernerschen Windwaage (müsste als Kupferstich zwischen 1680-1800 gedruckt worden sein) biete ich 100 Euro. Laut Auffassung von einem Orgelbauer, der mit  Restaurierungen von G. Silbermann befasst ist  oder war, gibt es nur drei nachweisbare Winddrücke von GS (Freiberg-Jacobikirche, Rochlitzt und Freiberg, Dom). Wobei ich diese "nachweisbaren" Drücke extrem vorsichtig behandeln würde. Das Dilemma: wir streben immerzu nach Objektivität, und wenn man an einer Stelle etwas nachbohrt stellt man fest, dass alles rundweg "subjektiver Glaube" ist; aber kommt einer aus der Kirche und redet vom Glauben, wird er frischweg ausgelacht.

bulletDie von Olivier Messiaen persönlich gespielte Uraufführung von "Livre d'orgue" auf der Walcker-Orgel in Stuttgart, Villa Berg, wurde mehrfach im Rundfunk gesendet, ist aber wegen urheberrechtlichen Dingen momentan unzugänglich - vielleicht auch ein Frage der Zeit bis wir eine Kopie bekommen.
bulletIn Wemmetsweiler/Saarland finden in der ersten Feb. Woche Aufnahmen zu umfassenden Rheinberger-CD statt.
bulletDie Einweihung unserer Orgel in Bukarest erfolgt am 17.Feb.09 . Wir werden rund ein Woche vorher mit Stimmung, Aufnahmen usw. beschäftigt sein. Danach heißt es: Canberra/Australien, Guatemala, Costa Rica (mehrere Orgeln), Schottland (eine Hill (1875)- und eine Walcker-Orgel(1904)) und am Ende des Jahres, wenn etwas Zeit übrig bleibt, Spanien und  Süddeutschland.
bulletWir erwarten bereits Ende dieses Monats Aufträge für 2011 und 2012 (dazu dann später mehr) ... In jedem Falle kann uns die Finanzkrise mal...

Das Jahr 2008 finden Sie hier

in folgende Abschnitte eingeteilt :

 

2008 Januar bis März Arbeit in Bukarest
2008  März bis Mai
2008 Juni bis Sept Ende in Bukarest
2008 Okt bis Nov Costa Rica
2008 Nov bis Dez  Costa Rica

Impressum : 

Besitzer : Orgelbau Gerhard Walcker-Mayer

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