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NEWS 2009/04

 

 

 

05.Nov.

Die Walcker-Orgel Opus 1747 in Wildervank, Holland, Bj 1913, II/24 neu auf unserem Blog mit hochinteressanten Fotos, mit sehr gut gespielter Orgelmusik und Beschreibung verschiedener technischer Details. Ursprünglich war in Wildervank geplant eine elektrische und eine pneumatische Traktur auf zwei Spieltischen zu realisieren. Dazu wollte man den alten Spieltisch pneumatisch belassen und einen neuen Spieltisch, der elektrisch von unten die Orgel bespielbar macht im Bereich des Altars installieren. So wie es nun aussieht, ist lediglich die elektrische Variante ausgeführt worden. Vielleicht aber hat man sich die "Pneumatik" als Option offen gehalten.

 

Die Eberhard Friedrich Walcker-Orgel Stuttgart-Stiftskirche, Bj 1834-45, mit mechanischen Kegelladen und dem überaus interessanten Umstand, dass bei diesem Orgelaufbau, Eberhard Friedrichs Neffe Karl Weigle als Montageleiter in Stuttgart eingesetzt war, der danach seine eigene Werkstatt in Stuttgart mit Unterstützung Eberhard Friedrichs gründete. Bereits im Jahre 1827 war die Werkstätte Eberhard Friedrich Walckers mit der ersten Ausreinigung dieser Orgel beschäftigt. Dabei waren eingesetzt sein Sohn Fritz Walcker, sein Schwager Laukhuff und mehrere Gesellen. Wir sehen also, das diese Orgel für den Deutschen Orgelbau des 18. und 19. JH von eminenter Bedeutung war. Denn gebaut wurde diese Orgel ursprünglich wahrscheinlich von Joseph Gabler (1700-1771) oder einem seiner Schüler etwa 1765 nach Vorbild Abteikirchenorgel Weingarten..... ein neuer Blog auf EFW . Berühmt war diese Orgel auch wegen seinem monumentalen Spieltisch mit der Doppel-Pedalklaviatur.

 

Ein Sandkorn mit etwa 2,5mm Durchmesser hat verursacht, dass ich kürzlich eine längere Reise über Hahn-Edinburgh-Aviemore-Inveraven hinter mich gebracht habe. Und wie es bei einer Orgelbauerreise oft der Fall ist, bevor man solch ein Sandkorn nicht aus den Fängen eines Tonventils befreit hat, das sein Maul unermesslich weit aufsperrt und für Unruhe in der Orgel sorgt, kommt man kaum in den Genuss solcherlei Reisen unbeschwert genießen zu können, ohne immerfort an jenes Sandkorn zu denken. Solch ein Sandkorn kann ein biblisches Symbol sein, indem man in jenem Mikrokosmos und eingefrorener Zeit von Milliarden von Jahren die physikalische Unerfassbarkeit der Welt wahrnehmen kann. Dann kann man sogar als analytischer Einfallspinsel, Alles und Jeden methodisch musternd, ein Leben in voller Zufriedenheit hinter sich bringen. Oder man sieht die "unermessliche Tiefe", die über solchen "belangslosen Zeichen" schweben, und die sagen :"versuche die Deutung hinter der Physik!". Also dort in jener Ecke, wo das Wort versagt und höchstens noch die Musik das Phänomen läuternd touchiert. Spätestens beim Rückflug mit Rynair, den Spiegel in der Hand, und den Artikel "Disneyland für Physiker" überflogen, schrumpfelt das ganze metaphysische Konstrukt wieder auf ein neuropsychisches, beinahe schmerzendes Sandkorn zusammen, und wir sind wieder zurück in die Masse der "Bildschirmbetreiber" gekehrt - die eigentlich nur Sandkörner kennen, bedeutungslose allerdings. Meere aus Sandkörnern tun sich auf.

30.Okt.

Oscar Walckers Anleitung für die technische Bearbeitung von Taschenladen. neu auf unserem WalckerBlog. Dieses hochinteressante Dokument wurde von mir abgeschrieben und mit einer Taschenladentabelle ergänzt. Damit soll gezeigt werden mit welchen recht umfangreichen Mitteln Oscar Walcker die technische Seite des Betriebes unter Kontrolle zu halten wusste. Und wie man ebenso aus diesem Text herauslesen kann, entdeckt man einen sehr ins technische Detail verliebten Chef der Firma.

 

unsere historischen Wurzeln: Anton Berger und seine Orgelentwürfe aus Orgeln Bayerns von 1618-1697 - ein Beitrag von Hermann Fischer und Theodor Wohnhaas vor etwa 20 Jahren (das Paket ist leider nicht datiert), war aber mit sieben hervorragenden Stichkopien begleitet, die tiefe Einblicke in die Orgelgestalt des 17.JH's geben. Berger war kein Orgelbauer sondern Kupferstecher, der historische Ästhetik erfassen wollte, ohne dabei stilbildend tätig zu sein (wie alles was heute im Orgelbau geschieht).

In Süddeutschland kann man zwei grundsätzliche Prospekttypen nach Fischer-Wohnhaas unterscheiden:

a) Der meist 5teilige Rund-Spitzturm-Typ, der im gesamten mitteleuropäischen Raum seit dem frühen 16.JH verbreitet ist und so auch in Bayern vorkommt.

b) Der bayrisch-österreichische Fassaden-Typ, der wie eine Renaissance- oder Barockfassade architektonisch durch Säulen, Pilaster oder ornamental gestaltete Lisenen gegliedert ist, als Ganzes aber eine Wandfläche bildet, die weder im Grund- noch im Aufriss gekrümmte Gesimsteile enthält.

Ich habe 6 der Bergerschen Orgelentwürfe in sehr hoher Auflösung hier eingebracht, die hier downgeloaded werden können (einfach anclicken). Es sind praktische Musterbeispiele dieser Zeitepoche. Alle diese Bilder haben zwischen 1,4 und 1,8MByte Dateigröße : BILD02, BILD03, BILD04, BILD05, BILD06, BILD07. (Gesamtgröße der Bilder: durchschnittliche Homepage eines Orgelbauers= 8,8MB) Auf diesen Bildern kann man gut die Schnitzereien und weitere Details erkennen. (das in diesem Text eingebaute Bild ist auf reduziertes Webformat gerichtet und lediglich 75kByte groß. Die hier niedergelegten hoch aufgelösten Bilder sind exakt auf DINA4 ausgerichtet und eignen sich auch gut als Dekorationselemente. Der Nachdruck wurde von der Staatsbibliothek Augsburg gestattet.

 

REDUNDAND PIPE ORGAN: James Worden? (1860) mit 7 Register, The organ was restored by J M Spink, Organ Builder, in 1987.

Recently removed from the church by Malcolm Spink and stored in his factory.

 

Hamburger Michel: es wäre schön gewesen, wenn man solche herausragenden Orgelarbeiten, wie sie jetzt wieder gemacht wurden von Klais&Späth, in würdigen, der Sache angemessenen Worte gekleidet hätte. Und nicht, dass man die seit Jahrzehnten balkenverbiegenden Lügen wieder auf den Tisch gepfeffert hätte. Besonders peinlich ist dies, wenn solche Dinge vom Evangelischen Pressedienst in Umlauf gesetzt werden.

Noch einmal gesagt, klar und deutlich: Die Walcker-Orgel von Oscar Walcker gebaut als Op.1700, Bj 1912, V/163, wurde noch während des Krieges von Walcker ausgebaut und war am Ende des Krieges (1945) mindestens zu 2/3 erhalten. Bereits 1946 verhandelte Oscar Walcker mit Hamburger Kirchenleuten, um die Orgel wieder aufzubauen (Briefe Oscar Walcker liegen vor). Zerstört wurde die Orgel (auch Prof. Wunderlich bestätigte mir diesen Sachverhalt), erst 1959/60 von dem damaligen Organisten und KMD Friedrich Bihn, der das Instrument für ein Butterbrot an die Firma Kemper veräußerte, die mit dem Pfeifenmaterial in Schleswig Holstein mehrere Dorforgeln bestückte. Unter anderen sind 16Füßer in der Kemper-Orgel in St. Jakobi Hamburg enthalten. Diesen Sachverhalt hat mir unser Orgelbauer Krause, der in Hamburg zu dieser Zeit bei Kemper beschäftigt war, sehr ausführlich erläutert. Weitere Seiten zum Thema: http://www.walckerorgel.de/gewalcker.de/opus1700.htm  , www.walckerorgel.de/gewalcker.de/Archiv/hamburg-michaelis.htm

25.Okt.

Die Braunersche pneumatische Orgel im Tempel zu Pilsen : ein neuer Blog auf unserem walckerBlog - der in Zusammenhang mit der römischen Orgel in einer Synagoge gesehen werden soll. In jedem Fall hat diese Braunersche Orgel eine hochinteressante Disposition, weist aber leider einen recht desolaten Zustand auf. Alles zu sehen in bildhaften Formen und kompletter Dispo auf unserem Blog. Darin ebenso enthalten ein Link auf die Zeitschrift für Instrumentenbau aus dem Jahre 1893-94, in der, wie mir scheint, das ganze Szenario der spätromantischen Orgel recht passabel studiert werden kann. (wurde noch um 18Uhr mit 2 Fotos aus ORGEL INTERNATIONAL 1/1999 ergänzt)

 

Redundant Pipe Organ: die Greenfield-Bishop-Organ aus 1910 mit II/5 und erstklassigem Gehäuse- wahre Rarität für 500-1000 Pfund.

 

Der Wettbewerb um den Bach-Preis der Stadt Wiesbaden ist entschieden  - Winfried Lichtscheidel wurde dritter, Szabo Balazs  (Klasse Bossert) zweiter, Anna-Victoria Baltrusch (*1989, Klasse Martin Schmeding) hat gewonnen. Ausgetragen wurde der Wettbewerb an den beiden Orgeln ((a) Walcker 1911,  (b) Klais 1978) der Lutherkirche Wiesbaden. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.bach-wiesbaden.de/wettbewerb.htm

 

sehr gut! von Bayern Klassik gibt es ein Stück (6:18 min) Sendeteil vom Juni 2009, "Ton Koopman erläutert Bachs Triosonate 6" - aus Starke Stücke - Meisterwerke der Menschheit (derlei Dinge lässt man sich gegenwärtig als Podcast aufs Handy schicken)

sehr schlecht!! wenn Orgelbauer ihr Maß nicht kennen und Orgeln restaurieren, denen sie nicht gewachsen sind. Wie derzeit passiert in Brüssel-Cambre, wo das komplette Heer der einheimischen Organisten vor einem in Tränen aufgelösten Heulkasten saßen, aus dem verunglückte Karg-Elert-Improvisationen das angereiste Publikum im Nu halbierte, weil es während des Konzerts jeden Zweiten nach draußen an die frische Luft trieb. Mechanische Schleif-Kleinorgeln sind eben etwas anderes als Taschenladen. Man hatte es vorausahnend gesehen, sagen einige Leute,- aber eben das dritte oder vierte Mal, wie ich meine. Schade - nach solchen "Restaurierungen" ist kein Geld mehr für hundert Jahre in der Kasse und man hat für diese lange Zeit einen Prototypen der Unzuverlässigkeit in der Kirche stehen, der viele Hörer zum Schluss kommen lässt, dass solche Orgeln (Romantik) einfach nichts taugen. (gwm)

 

Drei CD-Empfehlung: 1. Französische Romantiker am Spieltisch (Tournemire, Gigout, Dupré, Bonnet, Litaize, Duruflé, Langlais, Messiaen, Cocherau u.v.w.) 2. Wolfgang Seifen- Improvisationen zu Advent und Maria (Seifert-Orgel, Kevelar)  3. Christian Schmitt spielt alle 8 Orgelkonzerte von Franz Xaver Brixi auf der Balthasar-König-Orgel in Zeltingen. Alles zu finden bei  www.butz-verlag.de

 

Gibt es noch Hoffnung auf Hoffenheim? Nach mehrfach geäußerten Zweifeln auf die konzertante Nutzung der Walckerschen Orgel in Hoffenheim, durch versierte Organisten, haben wir uns entschlossen eine Anmerkung an den Pfarrer zu schicken und anzufragen, ob dieses wichtige Instrument aus dem Hause Walcker nun hoffentlich bald wieder als einzige original erhaltene Eberhard Friedrich Walcker-Orgel einem befriedigendem Zustande entgegen geführt wird. So schön auch der Umstand beflügeln mag, dass Hoffenheim einen ansehlichen Platz in der Bundesliga halten kann, so wäre es uns lieber man erhält diese Orgel für viele interessierte Orgelspieler. Dieser Umstand würde in hundert Jahren noch angemerkt werden - von dem heutigen Fußball redet dann kein Mensch mehr. http://www.ef-walcker.de/lebendigeorgel/hoffenheim/index.html

 

Kleine Geschichte der modernen deutschen Orgel - Bekenntnisse eines Postmodernisten, ein 9seitiges PDF-Dokument, das jeder Orgelliebhaber gelesen haben sollte. Ein Plädoyer gegen jegliche Dogmatik.

 

Walter Supper: Ich setz' den Fall. Mit drei, vier Sätzen erklärt Walter Supper, warum Elektronien in der Kirche nichts verloren haben. Er setzt dabei zwei Fälle: den ersten, wenn es der Elektronienindustrie gelänge, bessere Klänge zu schaffen als den traditionellen Orgelwerkertechniken, um dann den zweiten zu setzen, dass dies vergleichbar sei, als würde man einen Schauspieler anstelle des Priesters in der Kirche tätig werden lassen. Sehr gut argumentiert.

Nur, lieber Walter Supper, was wäre, wenn sich tatsächlich der Priester mehr und mehr an diesen Klischees orientierte, weil er damit mit mehr "Clicks" in seiner Gemeinde rechnen kann. Wenn tatsächlich der Priester zum Schauspieler mutiert, oder gar eine ganze "YouTube-Gesellschaft" ins "Schauspielerhafte" abdriftet. Also ein Geschehen, das wir heute schon fast als Normalität empfinden und soetwas Unerhörtes unser Walter Supper im Juli 1963, als er diesen Beitrag im ARS ORGANI einbrachte, sich nie hätte vorstellen können.

21.Okt.

Internationaler Wettbewerb für Orgelimprovisation Leipzig, kommende Woche Do, 29. Oktober bis So, 1. November

Teilnehmer: Barberino, Stefano  (Italy, Germany) Bosschaart, Wout  (Netherlands) Kowalski, Adam  (Poland) Küchler, Sebastian  (Germany) Liefting, Geerten  (Netherlands)  Liegeon, Samuel  (France) Marle-Ouvrard, Baptiste-Florian  (France)  /Marquardt, Andreas (Germany) Pöllner, Maximilian  (Germany, Austria)  Schleicher, Peter (Germany)  Jury: Stefan Engels, Thierry Escaich, Lionel Rogg, Enjott Schneider, Domenico Tagliente, Jürgen Wolf

Die Dulsanell-Orgel Opus 990 in Orsorno/Chile.Diese Orgel wurde im Jahr 1902 gebaut und ist bis auf das Pedal fast identisch mit der von uns restaurierten Orgel in Tomintoul diesen Sommer. Wir haben dazu einen interessanten Bericht aus dem Süden Chiles erhalten, alles zu finden auf unserem neuesten Walcker-Blog.

Orgelkonzert an der Walcker-Orgel Op.2317 aus 1931 in der Erlöserkirche in Ludwigshafen-Gartenstadt am 25.Okt. um 17 Uhr. Es spielt der aus Mannheim stammende Organist Dieter Kreutz folgende Werke:

1) Georg Friedrich Händel [1685 – 1759],Orgelkonzert Nr. 10 d – moll, op. 7 Nr. 4, Adagio – Allegro – Adagio – Allegro

2) Johannes Matthias Michel [geboren 1962] , Drei Stücke aus Swing & Jazz – Orgelbüchlein III“ [manualiter] 1.Toccatina in G 2.Melodia Variata               3.Impromptu

3) Ottorino Resphigi [1879 – 1936] Drei Orgelstücke nach altitalienischen Tänzen für Orgel eingerichtet vom Interpreten

                         1. Baletto [Allegro moderato] 2. Siciliana [Andantino] 3. Gagliarda [Allegro moderato]

4) Jean Langlais [1907 – 1991] Drei Stücke aus der „Suite Baroque“ [1973] 1.Plein Jeu   2.Flutes 3.Grand Jesu

5) Felix Mendelssohn - Bartholdy [1809 – 1847] Orgelsonate Nr. 1 fis – moll, op. 65 Nr. 1 Allegro moderato e serioso – Adagio – Andante Rezitativo  -Allegro assai vivace 

Bukarester Orgel CD wird nun auch vom Verlag, der EDITION MUSIK SÜDOST, München, auf eigener Webseite gezeigt. Diese CD kann bei uns incl.Verpackung+Portokosten für 10,--€ geordert werden. gewalcker@t-online.de

14.Okt.

Zurück aus Rom: in drei Tagen mehr Verspätungen erlebt (mit Lufthansa und Deutscher Bahn), als im restlichen Jahr zusammengenommen. In dem ímmerhin vier Kontinente besucht wurden. All das, was man in Südamerika und Asien einst an Schrecklichkeiten vorgefunden hat, scheint bei uns nun Selbstverständlichkeit zu werden: defekte Züge und Flugzeuge, die auf dem Rücken der Passagiere saniert werden und Saldierung horrender zusätzlicher Kosten, die das Reisen aus Deutschland zum Luxus herabwürdigen. Ein Grund mehr sich schnellstens ein iPhon anzuschaffen: um die Verspätungen von Bus, Bahn und Airplanes immer im rechten Blickwinkel zu haben und sich ggflls ausgiebig darüber verbal auszulassen. Übrigens gibt es in Rom derzeit keine einzige Eisverkäuferin mehr, die nicht ständig damit vor der Tür ihrer "Gelatini" herumhampelt. Links die abgerauchte Malboro, rechter Hand die gefallenen Aktienkurse Berlusconis auf den "Phoni".

Die Rieger-Orgel in der Synagoge zu Rom, neuer Blog auf unserer Blogseite. Besuch der größten Synagoge Europas  und Vorschlag zur Sanierung der Riegerorgel aus 1904 (rein pneumatische Kegellade, II/17), die behelfsmäßig in 1989 repariert wurde. Hier auf unserem Blog etwas dokumentiert. Rechts ein Foto, der Verf. mit traditioneller "Kippa" am Spieltisch der Orgel, die sich hinter dem Altar der "Sinagoga" befindet. Zugang nur unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen.

10.Okt.

Opus 4266 - Walcker-Orgel in Fürfeld. Ein außergewöhnliches Werk (Bj. 1964, II/14) das mit einem wunderschönen Klängen aufwartet - aber eben auch ganz in der Tradition der 60er Jahre gebaut ist. Das heißt: einfache Anlage, Kunststoffwinkel, serielle Industriefertigung. Man vergisst bei Betrachtung der Instrumente aus dieser Zeit einen entscheidenden Umstand. Hierzu ein Beispiel: "Ein Pfarrer schrieb eine Postkarte! im Jahre 1966, in der er eine 12 Register-Orgel bestellte, aber unter der Voraussetzung, dass diese in 3 Monaten, also vor Ostern, in seiner Kirche spielbar aufgestellt sein müsse!" Wir geben noch heute einen Einblick in das Pfeifenwerk und in die technische Gestaltung dieser Orgel auf unserem Blog. Seit 45 Jahren spielt diese Orgel, wobei nach Aussage des Pfarrers, immer kurz vor dem Gottesdienst hochgeheizt würde, keinerlei Ausreinigung und seit rund 10 Jahren keine Hauptstimmung mehr gemacht wurde. Und dennoch ist das Werk top. Dagegen sollte man erst einmal Argumente finden.

Tadeusz Machl - polnischer Komponist, dessen Bedeutung und Werk noch lange nicht im Westen angekommen sind. Machl schrieb im Jahre 1979 einen Brief an die Firma Walcker, der hier veröffentlicht wird. Diesem Brief lagen zwei Blätter bei, wie man die beiden Orgeln in Idstein und Serrig mit modernen Registergravuren belegen könne.Hochinteressant!  All dies ist noch nirgendwo gezeigt worden und es ist großartige Idee des hier leider nicht sehr bekannten Komponisten, die vielleicht doch einmal irgendwo realisiert werden kann. Auch diesen Beitrag wollen wir noch heute online bringen. auf unserem Blog: Tadeusz Machl und sein grafisches System angewandt auf Idstein Op.5539

Roma - ab morgen geht es wieder für 3 Tage in die ewige Hauptstadt. Ich werde hier noch im Laufe der nächsten Woche über meine Reise berichten und mit Sicherheit einige interessante Orgelfotos- und Beschreibungen mitbringen.

07.Okt.

Joy as church organs are back in action- im Northern Scott erschien ein Artikel über unsere Arbeit an den beiden Orgeln aus 1883 (Hill) und 1903 (Walcker). Nach meinen Eindrücken stellen derartige Maßnahmen in Great Britain eine typische Ausnahme dar, die im Wesentlichen hier in Tomintoul auf die Initiative des Referent Sven Bjarnason erfolgte. Was deutlich macht, dass Kultur auch heute immer noch ein Ereignis ist, das von Einzelnen beackert werden muss. Allerdings ist dann, im entscheidenden Moment das "Hinterland" gefragt, wenn es um Geld und Solidarität der Gemeinschaft geht.

 

Dortmund Reinoldi Zwischenstand: Telefonat mit dem Denkmalamt in Dortmund mit dem zuständigen Sachbearbeiter. "Es ist nun hier  wie in der Politik, definitive Antworten über den weiteren Werdegang der Orgel kann im Angesichte der vielen, beteiligten Sachverständigen und der vielen verschiedenen Interessen, die in Bezug zu dieser Orgel bestehen, zur Zeit nicht gemacht werden". Die Arbeit der beteiligten Gruppen wird bis Ende dieses Jahres/ Anfang nächsten Jahres dauern und dann werden wir auf unseren Antrag zur Denkmalerhaltung der Walcker-Orgel  Op. 3700, III/72 Bj. 1958, definitiven Bescheid erhalten. Da keine Gefahr im Verzuge sei, würde jetzt auch kein beschleunigtes Verfahren durchgeführt werden.

Es sei noch einmal  darauf hingewiesen, dass vor über einem Jahr die Situation sehr viel einfacher durch die Brille des Denkmalamtes gesehen wurde. Damals habe ich vom Denkmalamt erfahren müssen, dass diese Orgel keinen besonderen Wert besäße. Ganze hervorragende Hilfe haben wir erhalten von Prof. Stockmeier und anderen Organisten (weltweit - bis Japan). Aber die  gründliche, juristische Aufarbeitung unseres Antrages durch Wolfgang Gourgé hat der Sache erst den richtigen Schmiss gegeben, und, wie ich meine, die Ernsthaftigkeit unserer Anliegen deutlich unterstrichen. Es wurden noch aus anderer Perspektive Anträge eingereicht, worunter besonders ein saarländischer Organist mit tiefer Orgelkenntnis unsere Argumentation ergänzte.

Nun also bleibt nichts anderes übrig, als die verbleibenden zwei, drei Monate abzuwarten, und zu sehen, wie sich in Deutschland ein ästhetisch unumstrittenes Orgelwerk aus den 50er Jahren neu definieren lässt. Ich denke in dieser Beziehung auch an ein weiteres Instrument, dass der größte Orgelkomponist der zweiten Hälfte des 20JH, der explizit mystisch-katholische Orgelmusik komponierte, und nun an der "Konzertsaalorgel" in der Villa Berg in Stuttgart seinen Gefallen fand und hier Livre'd orgue uraufführte: Olivier Messiaen. Das wird natürlich im schwäbelnden Süden munter verleugnet. Aber nur die wahren Lügen haben Bestand. Und leider droht auch hier eine "elegante" Art der Verschrottung. Im Schwabenland, wo ganze Häuserzeilen, die unter Denkmalschutz standen, abgerissen werden können, hat man wesentlich mehr Erfahrung in solchen destruktiven Dingen, als in Dortmund. Hier die Seite der Bunkorgel Reinoldi Dortmund : www.bunkorgel-reinoldi.walcker.com/

 

Zur Orgelmusik Olivier Messiaens – Studien zur Orgelmusik Band 2 – Teil 1 neu auf unserem BuchBlog. Eine etwas unkonventionelle Buchbetrachtung - ich denke ganz im Sinne Messiaens. Wenn man während einer längeren Autofahrt tief in ein Buch einsinkt, weil man nicht steuern muss und beträchtliche Staus das Lesevergnügen ganz erheblich erweitern. Wenn man also diese Musik liest, und dann noch Gelegenheit hat, am Abend das Gelesene in Musik wiederum in sich aufzunehmen - dann werden Notizen zu dieser Musik irgendwie zu Inseln der Glückseligkeit. Also nichts Wichtiges, aber immerhin sind diese drei Bände aus dem Bautz-Verlag unentbehrliche Ratgeber für Freunde Messiaenscher Orgelmusik, und einer dieser Bände ist etwas markiert worden.

01.Okt.

Hans Henny Jahnn - buchvermerkt - neuer Buchblog auf unserem walcker.com. Warum man auch heute nicht an HHJ vorbeikommt. Und warum man über Hans Henny Jahnn immer wieder stolpern wird. HHJ hat sich selbst nie als einen am Orgelbau mit wissenschaftlicher Neugier oder gar technischer Freude experimentierenden Dilettanten empfunden, sondern er sah sich schlicht und einfach als "Orgelbauer". Und im wahrsten Sinne des Wortes war es das auch: einer der um den Glauben ringt und absoluter Wissenschaft und Technik einen Fußtritt verpasst. Unter Jahnn blüht die Metaphysilk der Orgel zum letzten Male auf. Bücher von Lipski, Wagner, Hengst, Lewinski und die einzige komplette Schrift von Hans Henny Jahnn über Orgelbau als PDF (Der Einfluß der Schleifenwindlade auf die Tonbildung der Orgel)  runden diesen größeren Beitrag ab.

Zum 50zigsten Todestag von Hanns Henny Jahnn bringt der NDR am Samstag ab 20:00Uhr Text-Musikbeiträge zu Hans Henny Jahnn an denen wesentlich Dr.Thomas Lipski mitgewirkt hat. Auch in MUSIK UND KIRCHE in der Novemberausgabe erscheint ein Beitrag.

bereits im Keim erstickt: das BDO-Forum, ohne Wind geht eben nichts. Die Orgelbauer haben es scheinbar schwerer, im Gegensatz zu manchen Organisten, Fachdiskussionen offen zur Schau zu tragen. Irgendwie verständlich, weil Handwerkermethoden sich nicht leicht im öffentlichen Disput zur Schau stellen lassen. Die Gefahr ist auch gegeben, sich durch Themenwahl oder Darstellung schnell lächerlich zu machen. Ein durchdachter, gut formulierter Bericht kostet Zeit, und wird sicher nicht auf schnell dahinplätschernden Quellen geopfert. Spontanität will geübt sein. Die wenigen guten Beiträge durch Orgelbauer in ISO oder ARS ORGANI haben Seltenheitswert und sind meist von der alten Schule eingebracht, die das im Internet heraufziehende Gewitter eher misstrauisch beäugt, als hier noch eine Chance zu wittern. Alles Dinge, die man leicht hätte voraussehen können. So aber hat man sich das Menetekel der "Passivität" und "Interesselosigkeit" umgehängt, was zu verhindern gewesen wäre, indem man solch ein Forum erst gar nicht platziert hätte.

26.Sept.
Die heilige Maschine - zu Albert Schweitzers "Orgelvision" eine Entgegnung zu Hermann J.Busch`s Artikel "Das heilige Instrument", Albert Schweitzer und die Orgelkultur des 21.JH. Ich halte diesen Artikel, der jetzt, nach 2 Jahren im ARS ORGANI erschien, für eine Zumutung. Dem Adressaten A.Schweitzer unwürdig. Wie alle Rede, die mit Belanglosigkeiten vollgestopft ist, um Raum und Bauch zu füllen, sie fordert in der heutigen Zeit einfach den Widerspruch heraus. Und je mehr man sich an "Idealen" und "Visionen" berauscht, so sollte man doch immer das Einfachste und Geradlinigste der Orgel vor Augen haben: das über alle Zweifel erhabene Instrument der Metaphysik. Heilige Maschine.PDF

Preisverfall auf dem Orgelbuch-Reprint-Markt neuer OrgelbuchBlog der dem derzeitigen, radikalen Preisverfall in den Antiquariaten nachgeht. Das hat mich heute etwas interessiert, als ein Bekannter mir wehmütig mitteilte, dass ja Werckmeisters Orgelprobe kaum zugängig für uns normalen Leute sei. Nun habe ich diesen Band in meiner Bibliothek und immer wieder in der Hand gehabt. Es ist übrigens der beste Reprint, den ich kenne. Er ist vom Bärenreiter Verlag 1927 herausgegeben worden und war Eigentum von Heinrich Walcker, dem Sohn Oscar Walckers. Sehr viel Freude hatte ich mit Grosse-Wegscheide "Orgelbau-Orgelton + Orgelspiel" (1910, reprintet von Knuf-Verlag 1985) der mich tief in den spätromantischen Orgelbau begleitete und den man heute für lächerliche 12 Euro erstehen kann.

Felix Hell, Baltimore/USA,  wird heute,  Samstag, den 26.09., Gast der Talkshow "Samstagabend" sein. Die Sendung (SWR 20:15) beschäftigt sich mit dem Thema "Wunderkinder" , wird von Markus Brock moderiert und wurde am Montag, den 21.09. in Baden-Baden produziert/aufgezeichnet.

 

Redundant Pipe Organs:
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M 156 von Conacher Bj 1904, I/6

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M155 unbekannt, Bj um 1948, I/8

 

Werckmeister Orgelprobe online auf Sächsisches Landesarchiv Dresden erster Teil, zweiter Teil
 

24.Sept.
Rändergesichtig: Wer Orgelspiel betreibt, vor allem um die heiliger werdende Kuh "Computer" in kult-melkfähige Zustände zu versetzen, wer also diesen ganzen "maschinalen Zauber" um Orgel, was ursprünglich Anreize schaffen sollte, als das Ziel betrachtet, wie es ja auch weiland einige GDNull-Freunde empfohlen haben: Bach aus der Kirche auszuklinken und in den nihilistischen von Religion befreiten Raum wie ein frisch geschossenes Hirschgeweih aufzuhängen. Der hat nicht begriffen, dass das "Suchen und Tasten" einer desorientierten Technogeneration etwas anderes ist, als die scharfe Kontrastrierung und Zeichnung dieser Widersprüche von um Wissen ringenden Generationen. Wo auch irgendwo immer ein Konsens zwischen den großen Schöpfungen vergangener Kulturen und gegenwärtiger Technozivilisation am Ausgang stehen sollte. Wer sich mit Leib und Seele in den Digitalismus einbuddelt, auch mit einer Rose in der Hand, er wird am Ende nicht mehr als ein riesengroßes Pixel in der anderen Hand zurückbehalten, das in höchstens dumm und dämlich anstrahlt. (gwm)

an der Walcker-Orgel in Althornbach findet am 1.10.09 um 19Uhr ein Orgelkonzert statt.

22.Sept.
for all friends who search on walckerorgel.de,  please go on Google and if your request is perhaps "Paul Walcker" then type in:  site:walckerorgel.de Paul Walcker (no distance is required between site: and walckerorgel.de) now Google especially searches only in walckerorgel,de and all blogs belonging to this site. So you can do for example  site:aeoline.de Rohrflöte - and of course all other pages where you want to go to.

Blaupapier - eine Anfrage aus Mexico ein neuer Blog auf unseren Seiten, der auf eine Rückfrage eines Historikers aus Mexico zurück geht. Dabei werden zwei interessante Bilder des historisch interessanten Örgelchens gezeigt, das momentan seiner Erlösung entgegen sieht. Die Geschichte des Blaupapiers, sie ist in jedem Falle interessant, weil man heutzutage vom "Papieren" sehr Abstand nimmt, andererseits Vorstellungen der französischen und deutschen Romantiker zu ignorieren scheint. Gerne erwarten wir Ergänzungen zum Thema.

Das Orgelwörterbuch - Organ dictionary - Dictionaire de l'orgue.PDF - in den drei Sprachen: Deutsch - English - Francaise- ist immer noch auf unseren Seiten online, und das seit rund 5 Jahren. Diese 14 Seiten lassen sich  mit dem neuen Adobe-Reader perfekt in der Suchen-Funktion lexikalisch nutzen. Dies kann ebenfalls, zumindest in english, sehr gut mit dem Weikersheimer Katalog gemacht werden. Weitere Sprachen: Nederlands, Dansk, Norge, Espanol, Catalá und Italiano sind im Orgelwörterbuch von Wilfried Praet enthalten, das man langsam ins Internet übernehmen sollte.

Auf dem ehemaligen Walcker-Areal in Ludwigsburg werden scheinbar in den nächsten zwei Jahren Altenheim und Studentenwohnheime gebaut. Ein hochinteressanter Gag übrigens, typisch Ludwigsburg, ist, dass dort nächstes Jahr eine Eberhard Friedrich Walcker- Ausstellung geplant ist. Die mit folgender Präsentation gestartet ist: Eberhard Friedrich Walcker und seine Orgel in der Ludwigsburger Friedenskirche.. (...), worauf ich mich den Veranstaltern erklärt habe, dem Projekt materialmäßig und beratungstechnisch zur Seite zu stehen - da die Ludwigsburger Friedenskirche nicht von EFW sondern von den Söhnen gebaut wurde. Man scheint die Sache gründlich zu durchdenken.

Die Physharmonika des Anton Haeckl - Erfinder der Phys-Harmonika, zu Wien, 1825. Es sind nicht wenige Anfragen hier zu durchschlagenden Zungen bei mir dieses Jahr eingegangen, die sehr oft nach den ursprünglichen Maßen und Bauweisen des Ur-Physharmoniums gefragt haben. Sei es, dass Zungendicke oder Balganlagen hinterfragt wurden, oder äußere Gestalt und Umformung bei EFW in Frankfurt.

Für alle diese habe ich mich erstmals intensiv mit der Sache auseinandergesetzt und im GERHARDT/HENKEL/SCHRAMMEK - ORGELINSTRUMENTE, HARMONIUMS, VEB DEUTSCHER VERLAG FÜR MUSIK , LEIPZIG 1983, alle erforderlichen Details über dieses historisch wichtige Instrument gefunden und in diesem PDF-Dokument  zusammengefasst. Und zwar, war oder ist, im Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig ein solches Instrument vorhanden, begleitet von weiteren interessanten Instrumenten, die in einem Katalog, Band 6 zusammengefasst sind, den ich in meiner Orgelbücherei auffinden konnte.

Back from Scotland: seit 4Uhr früh hat unsere Gruppe, bestehend aus Dr.Olivier Schmitt, Frankreich, Dr. Martin Doll, Luxembourg, Heribert Klein, Alex und Gerhard Walcker-Mayer, heute die Rückreise über die schottischen Highlands, vorbei an tausenden von schläfrigen Schafen und flinken Karnickel, vorbei an Edinburgh, Hahn und so weiter angetreten. Nach sehr gründlich organisierten Einweihungsfeierlichkeiten in Tomintoul und Inveraven - beide mit excellenten Orgelkonzerten von Dr. Olivier Schmitt gespielt und mit dem nun in Schottland legendär gewordenen "Pageturner" Dr. Martin Doll, was teilweise für tiefgründigen, britischen Humor sorgte. Parties, Büffetes, Abendessen, small,big and nonsense talkes.

Empfang gab es schließlich bei den Earls im Schloß Ballindalloch, wo wir über eine Stunde unsere Arbeit bei Kaffee und Kuchen erklären durften und wo der Schlossherr Olivier Russel schließlich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass all diese Arbeiten und Berichte auch über Schottland auf unserer Homepage zu finden sei. Unverzüglich forderte mich der Chef des McPherson Clans auf, die Homepage zu zeigen, um sich selbst ein Bild über "unsere Schottland-Darstellungen" zu machen. Seine Frau, die 6th Baronesse of Ballidalloch und Tochter von Sir Ewan Macpherson-Grant (urururalter schottischer Adel)  hat uns bei dieser Gelegenheit ausgiebig nach Orgelbau und Orgelmusik befragt.

Dieser schottische Adel nun  war ganz entzückt von dem herrlichen Konzert Olivier Schmitts, bei dem sie besonderen Wohlgefallen an Louis James Alfred Lefébure-Wély fanden "Sortie in B flat major". Das Ganze war perfekt organisiert von Sven Bjarnason, dem Minister der Schottischen Kirche, der damit wahrscheinlich das erste hochqualifizierte Orgelkonzert in dieser Gegend auf die Beine stellte, womit ihm an dieser Stelle ganz ausdrücklich gedankt sei.

Ich habe für die Schlossbibliothek einen extra gefertigten Bildband mit den Orgelarbeiten an die Baronesse übergeben, was begeistert entgegengenommen wurde, mit der Versicherung es in die historische Bibliothek aufzunehmen, da es ein wertvolles Zeitdokument sei.

Wir haben schon im Vorfeld vereinbart uns jährlich wieder zu treffen und bereits Abmachung getroffen, im nächsten Jahr den Nordwesten Schottlands gründlich zur Kenntnis zu nehmen. Vor Weihnachten gar, wird eine erneute Durchsicht beider Orgeln erfolgen.

Sowohl Fisch - wie Jagdpacht wurde uns von den Russels gratis zugesagt - an der Stelle will Heribert Klein seine Angel auswerfen, wo Prinz Charles seinen Stammplatz am River Avon, in unmittelbarer Nähe zum Schloss Ballindalloch, fest reserviert hat - wir sind gespannt aufs nächste Jahr. Hier mitten auf den Highlands haben wir einen festen Platz gewonnen....and what a Scotland we have seen, these last days!! How great thou art!... How great thou art!

Darstellungen, Bilder und Musikteile werden in den nächsten Tagen hier gezeigt.

 

15.Sept.

zum Italienischen Principal: Sehr geehrter Herr Walcker-Mayer, Ihre Ausführungen zu Eberlein und seinem abruptem Schluss in Sachen "Italienisch Principal" konnte ich folgen. Jedoch lassen Sie ebenso den Leser im Zweifel, welches denn nun die "realen Maße" der italienischen Principale sind? (...) mfg SB  -- Hierzu habe ich eine recht ausführliche Darstellung auf unserem WalckerBlog heute gegeben:

deutsche Principal-Mensuren und solche der italienischen Orgel und Weiteres sollte aus dem Italienischen Orgelbau, der mir mehr und mehr sympathischer wird, bekannt werden. So erfahre ich, dass um das Jahr 1000 ein großer und bekannter Papst, Sylvester II., Orgelbauer war und nicht unähnlich den heutigen Orgelbauern, auch Geisterbeschwörer war. Zu seiner Grabstätte in Rom, S. Giovanni in Laterano, werden wir sicherlich im nächsten Jahr unsere Wallfahrten machen. In jedem Falle wird hier auf unseren Seiten demnächst ein umfassendes Bild über den Italienischen Orgelbau dargestellt, wie wir das bereits mit dem SPANISCHEN ORGELBAU auf Grundlage des Buches von Rudolf Reuter gemacht haben.

Sumpfblüten der Erinnerung: der Künstler Thomas Demand baute die Kufsteiner Walcker-Orgel in Papier nach und fotografierte das Ganze - morgen im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung mit großartigem Bild der papierenen Orgel und Interview des Künstlers. Hier wird zum ersten Mal gezeigt: Heldenorgel, die im Original ein Kriegerdenkmal ist und das nur im Moment der Aufführung existiert. Demand hat die Orgel und dabei eine komplette Windlade mit allen Pfeifen in Papier nachgebaut und fotografiert und so ein "ortloses Gedenken" geschaffen. Orgel, Kriegerdenkmal und Philosophie über den "Gefallenen Kameraden" der seit 1931 unablässig jeden Mittag um 12 Uhr an dieser Orgel aufgeführt wurde - nun wird das Ganze zur Touriattraktion umgedeutelt, was den Künstler veranlasst hat aktiv zu werden- lassen in mir Gedanken aufkommen wie: irgendwann wird die Orgel nur noch ästhetisch wahrgenommen als absoluter negativer Pol, der in sich alles Überkommene bündelt, der überlebte Vergangenheit perfekt symbolisiert. Weil Kunst Heute immer Täter von Gestern braucht. (gwm)

14.Sept

Italien: bevor man in den kälteren Norden reist, um noch ein paar schottische Sonnenstrahlen zu ergattern, eine göthesche Meditation über Italien. Der Verf. des "Werther" war 1786 in Richtung Hauptstadt der Welt unterwegs, 5 Jahre nach dem ersten Opus eines anderen Meisters, nämlich Johann Eberhard Walcker, der sich als Tischler und Orgelbauer in Cannstatt 1780 selbständig gemacht hatte. Vielleicht reiste der Dichter in den Süden.., jetzt sind wir wieder bei Goethe, um dort jene viel gepriesene "Objektivität" kennen zu lernen. Etwas Ähnliches schwebte auch mir vor, als ich vor wenigen Wochen noch in Orvieto war, im herrlichsten gotischen Dom, den Italien aufbieten kann, um dort ein gigantisches Orgelwerk zu untersuchen, an dem seit 1588 ununterbrochen gearbeitet wird. Damals hatte man sich vorgenommen die größte Orgel der Welt zu bauen. Es war Fulgenzi der Erbauer vor 420 Jahren, zwischen 1625 und 1780 wurde sie mindestens von zehn Orgelbauern umgebaut und renoviert. Dann schlug 1857 Landucci zu, um 1911 generell von Vegezzi und Bossi erneuert zu werden. Von Pinchi wurde dann 1975 ein neuer Spieltisch samt Elektromechanik für die gesamte Orgel eingebracht mit neuem Positiv vor dem Orgelgehäuse, das immer noch aus 1588 zu bestehen scheint. Kommen wir nun zurück zu Walcker, der seit 1852 nach Italien lieferte und besonders Rom im Visier hatte (obwohl bekanntlich Eberhard Friedrich, seine Söhne und sein berühmterer Enkel Oscar mehr den Lutheranern Glauben schenkten). Insgesamt hat Walcker bis 1923 genau 288 Register in 17 Orgeln nach Italien geliefert. Davon  war die Orgel nach Neapel ins Sanctuario de Valle de Pompei mit 48 Register das größte Werk (Op.2017, zwischen den beiden Riesen Reval und Stockholm im Sparjahr 1923 gebaut). Die wichtigste Orgel jedoch war jene in der ACADEMIA DE STA.CECILIA und die bedeutendste für Oscar Walcker. So auch für uns, weil wird diese von Tamburini und Germani auf 72 Register hochgepuschte Orgel im nächsten Jahr herrichten dürfen. Nun haben wir weitere Anfragen aus Rom, weswegen ich bereits in drei Wochen wieder in die Ewige Hauptstadt der Welt reisen darf. Da wartet ein ganz besonderes Juwel auf mich. Ja, wen wunderts da, dass man plötzlich Göthens Italienreise zur Hand nimmt, über Renaissance und Romanik langsam zu staunen anfängt, als alter Wald-Himbeer-Gotiker, der nie eigentlich aus diesen Nordwäldern ausbrechen konnte, und stolz auf seine begrenzte Laubwaldperspektive war. Erst das Pantheon, dann der Petersdom und gar der von Buonarroti geschaffene Capitolsplatz zeigen, welche Bauwunder jenseits der Alpen die Welt weit mehr beeinflusst haben als alle Gotik zusammengenommen. (Und wenn sie dort unten mal Gotik bauen, dann aber bitte Vorsicht! - siehe Dom)

 

CD-Empfehlung: diese CD "Richard Wagner" von www,aeolus.music.com hat es in sich.1897 bestellte ein spleeniger Millionär eine Kathedralorgel bei Cavaillé-Coll. Allabendlich spielte nun dieser Baron Albert de l'Espée auf diesem 72registrigem Werk "Wagner". Es wurde 1907 durch ein Werk Mutins ersetzt, auf der die Aufnahmen, gespielt von Christoph Kulmann, her stammen. Klanglich ist es ein ganz herausragendes Orgelwerk, das mit weichen und satten Zungen bezaubert. Die Streicher, Gamben, Célesten, die Flöten, die weichen Mixturen,  alles das ist allerfeinste Sahne. Lange muss man suchen, um eine solch fantastische Orgel ebenso gut aufgenommen und bespielt zu finden. Leider hat man es nicht unterlassen können auch Wagner-Soprano ausreichend zu Wort kommen zu lassen. Dabei hört man aber auch, dass die Orgel sehr gut als Begleitung fungieren kann. Selten einen solch  satten, butterweichen 16er Bombardon im Hauptwerk gurgeln gehört. Unheimlich schön.

 

Die Orgelbauer Wegenstein, haben zunächst in Wien eine Werkstatt eröffnet, um dann 1880 in Elisabethstadt eine Werkstatt von Carl Leopold Wegenstein (1858-1937) zu gründen. Ab 1921 nannten sie sich L.Wegenstein &Söhne und bauten vornehmlich in Ungarn und Rumänien Orgeln aller Art, pneumatische und elektropneumatische Instrumente. Die Firma war auch vereinzelt mit Walcker in Geschäftsverbindung. In Rumänien jedenfalls trifft man immer wieder auf Orgeln von Wegenstein. Um so erstaunter war ich heute ein Fax eines Orgelbauers Wegenstein zu erhalten, der bis zu seiner Pensionierung bei Weikersheimer gearbeitet hatte. Hier ein Artikel über die Wegenstein-Orgel der Basilika zu Maria-Radna, eine Orgel die jene berühmte, aber nie gebaute, Aristide Cavaillé--Coll-Orgel für den Petersdom zur optischen Ausgestaltung verwendete. Links ein Fax vom letzten "Wegenstein - Orgelbaumeister", der sich noch gut erinnerte an die Walcker-Orgel nach Temeswar, die so gegen 1941 dort abgeliefert wurde.

 

Der blinde Organist in Cartago, Basilika an der Walcker-Orgel aus 1957, die nächstes Jahr von uns gründlich renoviert wird, zeigt, dass man über die übermenschlichen Kräfte, die solche Organisten zu haben scheinen, zutiefst verwundert ist, wenn man unvorbereitet darauf trifft. Natürlich kannten wir hier in Deutschland wahre Professionalisten wie Förstemann und Walcha, die als blinde Organisten ganze Generationen beeindruckt haben. Aber das kleine Wunder, nämlich selbst an solch einem Vorfall beteiligt zu sein, das direkte unmittelbare Erlebnis, das ist doch etwas anderes.

08.Sept.

Roland Eberlein "Orgelregister, ihre Namen und ihre Geschichte" - Buchbesprechung auf unserem orgelbuchblog

 

Die neue Orgel im Großen Musikvereinssaale erbaut von den Gebr. Rieger in Jägerndorf als Op.1400 im Jahre 1907, hat mich doch nun sehr interessiert, wie denn der Neubau damals begründet wurde. Gerade mal 35 Jahre vorher wurde hier eine Friedrich Ladegast-Orgel eingebaut, von solchen ja alle Welt (heute) weiß, dass es die besten Qualitäten besitzt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Einweihungsheft aus 1907, das ich vor einigen Tagen in Wien bestellte, wartet mit der selben Argumentation auf, mit der die letzten hundert Jahre der Abbruch von Orgelwerken aller Art begründet wird. Gleich auf der ersten Seite geht's also ins Eingemachte: "Seit vielen Jahren schon wollten und konnten die Klagen über den desolaten Zustand der alten, von Friedrich Ladegast in Weißenfels im Jahre 1872 erstellten Konzertorgel nicht verstummen. Für Solozwecke war sie schon lange total unbrauchbar, und als Begleitinstrument war sie von den Dirigenten der großen Konzerte, den Orgelspielern, der Kritik beim Publikum als meist störendes Element gefürchtet." Insgesamt aber ist das Heft eine spannende Sache: mit Disposition, Bildern von Spieltisch und Orgel, aber auch Merkwürdigkeiten wie der, dass Gustav Mahler und Bruno Walter als Mitglieder im Orgel-Komitee saßen, wartet die Schrift mit allerlei technischen Details auf, die einen klärenden Blick auf die Vorkriegsjahre in Wien werfen. Hier also : Einweihungsheft Rieger-Orgel in Wien 1907 (1,1MB)

 

In Sachen Dortmund Reinoldi werden wir nächste Woche näheren Bescheid vom Denkmalamt erhalten, dies als kurzer Zwischenbescheid auf verschiedene Nachfragen, die das Thema nicht vergessen lassen möchten.

 

Wo bitte geht's nach "Praetorius"?, das Landesarchiv BW veröffentlicht Fotos aus den Einweihungsfeierlichkeiten zur 2. Praetoriusorgel, die bei Walcker als Op 3222 im Jahre 1955 gebaut wurde (diesmal mechanisch mit Schleifladen) Dank an Holger Fett für den Hinweis.

ab nächster Woche heißt es wieder "ab nach Schottland", wo diesmal die beiden von uns restaurierten Orgeln eingeweiht und danach konzertant genutzt werden. Als besondere Auszeichnung erwartet uns eine Einladung ins Schloss zu Lady Grant, deren Familie immerhin seit dem 14.JH dort ihren Sitz hat. Konzertprogramm

Walcker-Orgel Dulsanell aus 1903 (identisch der Orgel in Tomintoul) in Burghead, Scotish Church, steht zum Verkauf. Interessenten können sich Disposition u.a. auf unseren Blogs bezüglich Tomintoul ansehen. Wir werden dieses Instrument besichtigen und weiter berichten.

 23.Aug.

an einer der größten Orgeln Italiens sind wir momentan  damit beschäftigt eine gründliche Analyse zu erstellen. Mehr wird nicht verraten. Aber sicher ist es auch einer der schönsten Flecken in diesem ohnehin mit schönen Bauwerken gesättigtem Lande. Die Reise hierher war unter den gegebenen Umständen mehr als anstrengend - aber man wird mehr als genug mit herrlicher Architektur und großartiger Historie entlohnt.

22.Aug.

2:55 morning in Germany, drinking the first Darjeeling, with the daemon "jetlag" in the neck- looking out to start with the next plane to Roma

 

Wieder in Deutschland gelandet: wobei der stressigste Reiseteil wieder mal die Fahrt mit der Deutschen Bahn war (wie üblich). Bereits morgen früh um 6Uhr geht es weiter nach Italien via FFM-Flughafen, wo wir in der Zwischenzeit drei weitere Orgelprojekte haben. Von Costa Rica erhielt ich sehr viele neue und interessante Infos über Aktionen der verschiedensten Art. So wird ein Touristen-Reiseunternehmer in einem Sonderheft über die Orgeln des Landes schreiben. Wir sind bereits wieder eingeladen für das Festival im nächsten Jahr und dabei aufgefordert worden, weitere Organisten vorzuschlagen, die dort spielen sollen, und gut bezahlten Urlaub im Fünf-Sterne am Pazifik verbringen können. Entscheidente Bewegungen werden nun auch um die Schyven-Orgel in Santo Domingo vermeldet. Sogar im Flugzeug wurde mir während des Rückfluges von einer Dame Glückwünsche zu den gelungenen Konzerten in der Catedrale in San José vermeldet, die sie alle besucht hatte.

So, nun also an alle Costa Ricaner: Dank!! und viel Freude wächst aufs nächste Jahr schon, wo wir uns wiedersehen werden im Angesichte des neu gegründeten Costa Rica- Orgelvereins, dem ich als beratendes Mitglied angehöre. Es ist ein Irrtum zu glauben, die Welt sei im globalisierten Zustande ein beliebiges Dorf, das nichts mehr zu bieten habe. Costa Rica beweist das genaue Gegenteil: Abschaffung des Militärs 1948,mit der Folge, alle Menschen sind krankenversichert - höchster Medizinstandard in Amerika. Seit etwa 1998 sind 1/3 des Landes Naturschutzreservate, und nun kommen die Orgeln.... gwm (bereits wieder am Kofferpacken) 

 

Dear Mr.Walcker: I hope you have a good trip return to home, and have good remembers from Costa Rica. Thank you very much for your excelent work, I never saw before concerts like in this festival. Specially last sunday, with Benjamin Righetti, was very emotive. And Chacona en Fa menor, from Pachelbel, that plays Guy Wathley, I had like 20 years that not hear, and i don´t know why, but makes me feel the love of God, thanks for to put it in your website.  Was very nice for me to know Alexander, please give my greetings, and is impressive how much he knows, and the same good person like his father. I hope to see you both again in a future, time runs very fast. Good luck, and God bless you. Mauricio Rojas

 

Lieber Herr Walcker-Mayer, kurz bevor Ihre Mail einging, hatte ich in die Files des Konzerts hineingehört und war begeistert. Von dem jungen Mann wird man sicher noch hören. Nachdem ich verschiedene Schyven-Orgeln in Brüssel kenne, mache ich Ihnen gerne das Kompliment, dass die von Ihnen restaurierte Orgel wirklich noch so nach Schyven klingt wie ich diesen Klang von Brüssel insbesondere in St. Boniface von der damals noch echt originalen Schyven-Orgel in Erinnerung habe.  - Jedenfalls zeigt dies einmal mehr, dass Sie sich feinfühlig in die Klangvorstellungen ganz verschiedener Orgelbauer hineinzuversetzen vermögen und diese in deren Sinn wieder zum Klingen bringen können. Leider kennen wir da ja auch ganz andere Ergebnisse, die man geradezu als Adoptionen bezeichnen könnte. Man könnte es natürlich auch etwas gröber ausdrücken.

Ich freue mich jedenfalls sehr für Sie, dass Sie in dem offenbar überaus interessanten Land weitere Arbeiten in Aussicht haben.

Besonders gut hat sich neben dem in Belgien gebürtigen César Franck nach meiner Erinnerung auch Boëllmann auf diesen Orgeln angehört. Die meines Wissens größte und weitgehend original erhaltene Schyven-Orgel ist in Notre Dame de Laeken, der Grabeskirche der Könige der Belgier. Im Moment ist dort jeden Sonntag ein Orgelkonzert und ich habe vor am letzten Augustsonntag dort zu sein um diese früher mehrfach gehörte Orgel wieder einmal zu hören. Die Besonderheit ist dort, dass man bei diesen Sonntagsnachmittagskonzerten nicht still sitzen muss, vielmehr auch in der Kirche herumlaufen darf. (...)Dr. Martin Doll

 

Unsere Internetseiten werden in den nächsten acht Wochen grundlegend neu gestaltet und umfassend "restauriert". Vorschläge und Mithilfe sind jederzeit willkommen. Spanisch + englisch + italienisch + französisch  übersetzende Fachkräfte sind dringend gesucht. Auch autonome Teilverwaltung von anderer Seite wäre denkbar. Wir haben in der Zwischenzeit 20GByte Webspace, woraus man viel machen kann.

18.Aug

Pura vida! Costa Rica!: was bleibt nach fast 3wöchigem Aufenthalt in einem Lande, das von vielen Deutschen und Amerikanern mitleidig belächelt wird, weil es nicht so leicht in unseren technokratisch durchgestylten Allerweltsalltag hineinpassen will; und dessen Orgelwelt noch düsterer dargestellt wird von unserer blankgeputzten Orgelpfeifenweisheit, die sich nun neben der GDNULL im Internet ein Nest gebaut hat, das man ihrer belanglosen "Mitteltönigkeit" ohnehin nicht zur Kenntnis nehmen sollte: kein reiner Intervall, alles beliebig lang und weilig durchgestimmt.

Wer mir hier von Musik reden will, der scheint von einem anderen Planeten zu reden. Noch besser wäre es zu sagen: Wenn die Orgeln nun mit den Kirchen ihren langsamen Tod dahinfeiern, so wäre vom rein ästhetischen Standpunkt "Silentium" das Allerschönste, das man sich wünschen könnte.

Als stärkste Beleidigung für den "Orgelbau" empfand ich früher die Sesselakrobaten der Nullfreunde, die seitenlange Traktate über Holzsplitter oder Rattenkot in Mixturpfeifen verschreiben konnten, ohne dabei ihre "zum Tode hin" verformten Broca-Zone der Großhirnrinde überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Die dabei nicht einmal "rot" wurden, weil sie mit dem Leben direkt mit Aufnahme des Studiums gebrochen hatten.

Nun heute findet eine ähnlich Kontradiktion statt mit den sog. "Orgelusern", die sich auf von Orgelbauern zu Werbezwecken hochgestylten Foren ihre Dauerpsychose von der Seele reden. Von der Orgel ist nach Abzug ihres neurotischen Impulses nicht ein Gran Bedeutung mehr übrig.

Was hat mich Costa Rica gelehrt, und hier vor allem die Organisatoren und die drei teilnehmenden Organisten? Eine ganze Menge. Besonders überzeugt hat mich die jugendliche Kraft der beiden jungen Orgelspieler, die glasklare Vorstellungen von Orgelklang haben, und die beide von einem Element hier in Costa Rica überrascht wurden, das es in Nordamerika sowenig wie in Europa noch gibt: es ist die ungeheure Leidenschaften, denen die Costa Ricaner fähig sind, wenn sie gute Orgelmusik hören, und wenn sie dann ihrer Freude mit emotionaler Begeisterung freien Lauf lassen.

Selbstverständlich kann ein wenig im Orgelhören geschulter Eingeborener des Landes kaum rationale Erklärungen geben, warum ihm das oder jenes Orgelstück gefallen hat - viel weniger als es ein deutscher Orgelhörer tun kann. Aber er kann unverbildet unterscheiden zwischen guter und schlechter Orgelmusik, und er wird seiner Freude unverhohlen Ausdruck geben. Er wird auf dieser Orgelmusik weiterhin bestehen und ihr nachsuchen. Mit dem Ergebnis, dass hier im Lande bereits im nächsten Jahr weitere Orgeln hergerichtet werden, weil nun auch die Priesterschaft die Begeisterung ihrer Gläubigen zu spüren bekommt. Soweit sind wir hier also nun gekommen. Im nächsten Jahr hat unsere Firma bereits über 4 Monaten Arbeit hier im Lande. Im Jahr 2011 sind bereits weitere drei Aufträge avisiert.

Es ist natürlich klar, dass aus Europa zuerst einmal kritische Töne über die hier gezeigten Konzerte angemerkt wurden. Weil dort nicht das Aufarbeiten bekannt ist, das man bei uns zuletzt nach dem II.Weltkrieg vereinzelt pflegte, sondern Orgelerhaltung spielt sich hier erstens im bürokratischen Rahmen ab, der die Kontrollorgane vor dem Handwerker dominiert, und zweitens muss es im Gleichschritt mit der von Wirtschaft und Politik initiierten Konsumpolitik einhergehen. "Pflegen" im engeren Sinne gibt es bei uns nicht mehr. Denn dann wäre die "Abwrackprämie" ein politisches Verbrechen.

Ich glaube nicht, dass jemals die süd- oder mittelamerikanischen Länder Europa ernsthaft wirtschaftlich oder kulturell in den nächsten Jahrzehnten Paroli bieten werden. Aber ich weiß, dass in diesen Ländern ein sehr starkes Verlangen nach den alten Kulturwerten kommen wird, was bei uns aus "technokratischer Kaltblütigkeit" keinerlei Chance mehr hat. Wir liebäugeln mit "alt" aber meinen ein verifiziertes "neu", weil uns das Konsumieren als (wirtschaftliches) Überleben verkauft wird. Aus reinem Sicherheitsdenken her glauben wir das auch. Tatsächlich aber ist "Konsumieren" das "Verputzen" des Planeten. Die Costa Ricaner leben mit den Vulkanen und Erdbeben - wir aber ignorieren sie tanzend auf Vulkanen, die unsere ganze Kultur jeden Moment verschlingen können.

Insofern werden diese Länder wie Costa Rica schon aus ihrer ganzen Struktur heraus und besonders auch durch ihre hohen Anteil an indogenen Bevölkerungsschichten viel rascher abkehren von dieser Zivilisationskrankheit "Konsum um des Wachstums einer kleinen Wirtschaftsclicke willen" und dorthin zurückkehren wo Europa 50 Jahre vor den Weltkriegen stand und wo bekanntlich der Orgelbau geblüht hat. Denn Costa Rica ist ein kleines Land, das genau weiß wie empfindlich es in seiner ganzen Ökologie auch durch die Maßlosigkeit Anderer gestört werden kann.

Es ist immer schön aus einem Lande heimzureisen, wo man eine Menge neuer Freunde kennengelernt hat und wo man weiß, hier geborgen zu sein. Geborgen zu sein auch in dem Verlangen "die alte europäische Kultur" unter allen Umständen zu erhalten.

Es wäre schön ein winziges Stück Costa Rica in Deutschland zu finden - das Land, das mir mehr und mehr verödet. (gwm)

16.Aug
Benjamin Righetti, ein neuer Stern am Himmel des Orgelspiels. Heute spielt Benjamin Righetti in San José an der Schyven-Orgel. Und wir können davon ausgehen, dass es ein Konzert wird, von dem hier noch lange geredet wird. Der 27jährige Schweizer hat mich bei den wenigen Proben, denen ich beiwohnen durfte, restlos davon überzeugt, dass er einer der ganz großen Orgelinterpreten unserer Zeit sein wird. Hier auf unserem Foto sehen wir ihn heute morgen in der Hotellobby beim Ausgleichssport "Klavierspielen", das ich so gut fand, es gleich als Vorspiel zum Konzert hier zu präsentieren: Righetti-practising.mp3 . Die Kraft, die ungeheure Präzision, die Spielfreunde und Begeisterung, die Righetti bei all seinem Hantieren mit der Orgel äußert, all dies fließt auch über ins Publikum, das dieser Dynamik nicht entgehen kann. Ich denke wir werden dieses "Jahrhundertkonzert in San José" in wenigen Stunden hier online haben.

Das Konzert stellt sich wie folgt dar - (the best organconcert we ever had in Costa Rica, Orlando Vega):

1. Mendelssohn - Sonata No.3 - Aus tiefer Not  MP3

2. Benjamin Righetti - Regarde vers la Royaume  MP3

3. J.S.Bach - Partita Choral "Sei gegrüsset Jesu Christ" MP3

4. F.J.Haydn - Rondo: Vivace molto en mi menor Hob. XVI:34 MP3

5. M.Duruflé - Suite op.5 MP3  !!!

14.Aug
Konzert morgen an der Schyven-Orgel - San José:  Heribert Breuer, Berlin

aus einem Abendessen beim Deutschen Botschafter Dr. Daerr in San José: geladene Gäste waren neben den Orgelbauern Gerhard und Alexander Walcker-Mayer, Herr Organist Prof. H. Breuer mit Gattin und weiteren Deutschen, die in San José in Kirchen und Schulen tätig sind. Ein runder Tisch also mit 12 Personen. Den Botschafter hatte ich im Dezember während der ersten Aufführung der Orgel in der Kathedrale in San José kennengelernt, wo unmittelbar eine weitere Kontaktnahme beschlossen wurde. Das, so meine ich, hat keiner der Beteiligten bereut. Das große Interesse von Dr. Daerr am Orgelbau hat er bereits in seiner Eigenschaft als Botschafter in Spanien bekundet, als er in Barcelona den Orgelbauer Grenzing kennenlernte und dort seine Firma besuchte. Beim späten Heimgang aus dem Palazzo des Botschafters wurden wir gewahr, dass der Botschafter ein hervorragender Bildhauer ist, der in seiner Freizeit großartige Plastiken erstellt, die dort in der Eingangshalle zu sehen sind, und was uns zeigte, welche tiefes künstlerisches Element hier seine Wirkungen tut. Also auch uns Orgelbauern so zugute kommt. Während beim Abendessen, das natürlich stilrein in verschiedenen Gängen, Weinen, Köstlichkeiten aller Art kredenzt wurde, ausdrücklich nicht brave, diplomatische Belanglosigkeiten sondern Erfahrungen ausgetauscht wurden, und am Ende gar diskutiert wurde. Das habe ich bisher selten erlebt und es hat uns alle irgendwo begeistert. Schuld daran war sicherlich auch der Orgelbauer der provokativ gleich zu Beginn der Geselligkeiten, "den Glauben an die Wissenschaften und ihre Axiome, als Vertausch zu den verlustig gegangenen Glauben an die Religionen" zur Diskussion stellte. Es wurde mir bestätigt, dass man die Gespräche um Orgelbau und um solcherlei Themen nicht sehr oft in der Botschaft führe und es als Bereicherung gefunden habe. Wir werden's nicht messtechnisch nachprüfen können, waren aber von der Art und Weise angetan. Nun, zum Nachtisch gab es "Geeistes Organensoufflée mit Koriander, Zimt und Chili, überzogen mit Maracujasirup" und danach viel "Spirituales", was im großzügigen Garten des Botschafters unter paradiesischen Abendtemperaturen und einigen Papageienschreien verzehrt wurde. Ein gelungener, schöner Abend: Deutschland in Mittelamerika.

11.Aug
Vorbereitung für die weiteren Konzerte auf der Walcker-Orgel in Grecia und zwei Konzerten am Samstag und  Sonntag auf der Schyven-Orgel durch Prof.Heribert Breuer, Berlin und Benjamin Rhigetti, Schweiz. Wir berichten hier und zeigen mögliche Klangfiles.
10.Aug.
Geschafft! - das erste professionelle Orgelkonzert in der Kathedrale von San José auf der historischen Schyven-Orgel wurde heute 14Uhr Ortszeit (22Uhr Germanien) durch den brillanten Organisten Guy Whatley klar überzeugend aufgeführt. Die größte Kirche der Stadt war während dem Konzert vollbesetzt. Alle Bänke waren ausgebucht, dazu auf 50 Stehplätzen wurden rund 540 Konzertbesucher gezählt. Tosender Beifall nach toccata und fuga. Der Orgelbauer, der während dem ganzen Konzert Blut und Wasser geschwitzt hatte, wurde mit dem Organisten nach dem Konzert vor an den Altar gebeten und ebenso wie der Tastenkünstler von Veranstalter und Publikum gefeiert. Das gibt es selten - aber eben immer wieder in Mittel- und Südamerika.

Nach rund 20 Jahren hat sie sich wieder zurück gemeldet ins Konzertleben der Stadt, diese Schyven-Orgel aus 1890. Dabei waren viele Hindernisse zu beseitigen, die einesteils innerhalb der Kirche zu suchen sind, andererseits waren sogar noch zwei Wochen vor meiner Ankunft in San José wieder unqualifizierte Leute an der Orgel am Werkeln und haben mindestens 3 Abstrakten dort abgerissen und seltsame Verstimmungen im Instrument heraufbeschworen. siehe auch den Artikel der La Nacion zu diesem Konzert

Hier nun MP3 Stücke aus dem heutigen Konzert in der Kathedrale San José - Costa Rica, gespielt GUY WHATLEY

1. D.Buxtehude - Preludio, fuga y chancona en do mayor, BuxWV 137 - MP3

2. Händel - Concierto op.7 No.4 MP3

3. Gutierrez (Costa Rica) - Revenier pour orgue MP3

4. Conceicao - Batalha de 5 tom MP3

5. J.Pachelbel - Chacona en fa menor MP3

6. JS.Bach -Fantasie G-Dur "Pièce d'Orgue" BWV 572

Internetseite von Dr. Guy Whatley: www.guywhatley.com

09.Aug.

Die Manualtrakturen der Schyven-Orgel (unter besonderer Berücksichtigung ihrer Barkerhebel) wird in unserem neuen WalckerBlog erläutert. An diesem Objekt habe ich die meiste Arbeitszeit verbracht- und daher mir  Mühe gegeben diese Sache etwas genauer zu erläutern. In jedem Falle ist der Barkerhebel nicht so einfach, wie er immer wieder dargestellt wird, denn mit dem Barkerhebel werden mehr als die Ventile eines Werkes bewegt, wie man sich bei dieser Darstellung leicht überzeugen kann. Heute nun sind wir gegen 17Uhr fertig geworden mit unserer Arbeit für das morgige Konzert des Herrn Guy Whatley GB + USA, der sich beim heutigen Üben sehr zufrieden über den Zustand der Orgel gezeigt hat. Ich hoffe wir können morgen abend (was in Deutschland immer 8 Stunden später ist) einige gute Stücke hier in MP3-Form zeigen.

06.Aug.

als eine herausragende, bedeutende und vor allem für us-amerikanische Organisten ungeheuer wichtige Orgel Amerikas hat heute der anglo-amerikanische Organist Guy Whatley die Schyven-Orgel in San José während einer ersten Probe bezeichnet. Im nachfolgenden Interview mit den Reportern des La Nacion kannte seine Begeisterung über diese Orgel kaum noch Grenzen. Es wäre sehr gut möglich für Nordamerikaner, die kaum solche deutsch-franko-romantische Orgeln kennen, laufend  Festivals an dieser Orgel abzuhalten - in jedem Falle wird das Interesse an dieser und anderen Orgeln Costa Ricas gewaltige Resonanzen in den USA hervorrufen, so Whatley. Diese Einschätzung Whatleys, von der ich selbst überrascht wurde, wird in den nächsten Tagen unter Veranstalter und Organisten weiter diskutiert werden. Wir werden das Konzert von Guy Whatley am Sonntag aufzeichnen und hier zeigen. Ich halte ihn für einen ganz hervorragenden Orgelspieler.  LINK zur heutigen Nación mit Interview von Guy Whatley

Über Transmissionen in der mech. Schleifladenorgel in San José von Pierre Schyven. Gezeigt wird ein offener Stock der die Funktionsweise dieses hoch interessanten Systems von Schyven offenbart. Es ist mir aber in der Zwischenzeit klar geworden, dass man mit dieser Art der Ökonomie einen gewaltigen Preis zahlen muss, nämlich den Ausbau von erheblichen Pfeifenmaterials, um das Instrument überhaupt halbwegs stimmen zu können. Wir werden wenig über die klanglichen Fähigkeiten dieser Orgel berichten können, weil es einfach viel zu laut um und in der Kathedrale hergeht. Aber über diese spezielle Technik, da bin ich mir sicher, hat es sich Schyven sehr, sehr schwer gemacht um an Cavaillé aufzuschliessen. Dazu kommen einige Mängel in der Konstruktion der Mechanik, die allerdings handwerklich hervorragend gebaut ist.

Einladung zu einem Essen mit dem Botschafter Deutschlands in Costa Rica. Mit Freude haben wir heute zur Kenntnis genommen in einer Woche beim Deutschen Botschafter eingeladen worden zu sein. Ja, hier in Costa Rica, da gehen die Uhren etwas anders als in Germanien. Auch im repräsentativen Konzertkatalog, wo eigentlich nur die ausführenden Künstler und Interpreten aufgeführt sind, hat man den Orgelbauer mit Vita und Bild eingebracht. Ganz zu schweigen, dass man uns ins beste Hotel der Stadt gesteckt hat, Vollpension natürlich, und das drei Wochen lang, was man sonst eigentlich so gar nicht kennt. Ein Grund, warum man sich immer freut in dieses schöne, ausgeruhte, herrliche  Land kommen zu dürfen.

03.Aug.

The CostaRican organexpert Orlando and Bosco discussing the matter in face of the Volcano Poás. In Costa Rica gibt es sicherlich keine Organexperten, wie wir sie in Deutschland kennen, aber es gibt dafür heissblütige Orgelfreunde und in Orgelmusik verliebte Fans, die alles für ihre Orgeln im Lande tun würden - und so führte unser Weg uns heute an den berühmtesten aller Vulkane des Landes, um den offenen 64Fuss (der hier allerdings in der Tat 2540 m lang ist) des Berges zu höhren und der nur selten sein Gesicht zeigt, wobei die Diskussion um die Orgeln des Landes und sonstwo in aller Welt kein Ende zu nehmen schien. Auch mein vorletzter Besuch in Costa Rica wurde gebührend mit einem Vulkan (Irazu) in einem Video verfestigt und das mit Musik von Max Reger immer noch auf walckerflash zu sehen ist.

02.Aug.

Die Walcker-Orgel Opus 436 aus 1883 in  Althornbach - mit interessanten Bildern und Dispo auf unserem Walcker-Blog

vom Spieltisch der Schyven-Orgel in der Catedral von San José habe ich für Organisten zur Vorbereitung ihrer Konzerte ein Blatt gemacht, dass auch hier zur Verfügung gestellt wird. Hier ist also die Anlage des Spieltisches mit Disposition übersichtlich erfasst.

01.Aug.

Die Walcker-Orgel in Dolorosa/San José aus 1925 birgt einige interessante Eigenschaften, wobei wohl der Umstand, dass es sich um eine mechanische Kegellade handelt, der wichtigste Part ist. Diese Orgel ist mit reichlich ausgestattetem Fotomaterial auf unserem WalckerBlog beschrieben.

erste Neuigkeiten aus Costa Rica: gestern abend besuchten wir noch die Kirche Santa Dolorosa 300 m hinter der Kathedrale von San José, wo seit über 40!! Jahren die Walcker-Orgel Op. 2090 schweigt. Dieses Instrument zeichnet sich durch Besonderheiten aus, die heute abend in unserem ersten Blog aus Costa Rica erläutert werden.

Auf der von mir wieder hergerichteten Schyven-Orgel in der Catedral von San José werden während dem XIX FESTIVAL DE MUSICA, das durch die Firma CREDOMATIC u.a. gesponsert wird, insgesamt 4 Konzerte aufgeführt von Organisten aus 3 Ländern: Benjamin Righetti- Schweiz, Guy Whatley-Großbritannien, Heribert Breuer -Berlin. Daneben finden verschiedene kleine Recitels statt. Außerdem werden auch an  zwei weiteren Orgeln, ebenfalls von mir im Jahre 2007 hergerichtet, Konzerte aufgeführt. Und zwar an der Walcker-Orgel in La Merced (Bj 1886) und an der Walcker-Orgel in Don Bosco (Bj 1954). Von Credomatic wurde ebenfalls die kompletten Hotelkosten samt Verpflegung übernommen. Dazu, wie wir jetzt sehen auch Ausflugsfahrten hinaus ins Land. Das, so sagen sich die Orgelbauer, lassen wir uns gerne zeigen.

Erste Reaktionen auf unsere Bukarester CD, bespielt von Franz Metz:

Sehr geehrter Herr Walcker, Ich habe die CD von Franz Metz bekommen, die in Bukarest aufgenommen ist. Vielen Dank. Die Orgel klingt hier sehr gut. Ich habe die Stücke der rumänischen Komponisten sehr gern. Ich habe etwas weniger sein "Grande Pièce symphonique" gern, das ich völlig anders sehe (aber glücklicherweise, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt!). Ich bin sehr ungeduldig, diese sehr schöne Orgel zu spielen! ... Olivier Schmitt

sehr gespannt war ich auf Michael Schultheisens Meinung, weil wir zusammen ja unsere erste CD in Nieder-Roden an der Schlimbach-Orgel gemacht hatten:

Hallo Herr Walcker,  herzlichen Dank für die tolle CD aus Bukarest!

So eine Dispo hätte ich bei uns in Matthias auch gerne.   ;-)

Immer wieder beeindruckend, was es für begnadete Musiker gibt,

die so ein Konzert quasi in Aufnahmequalität "herunterspielen".

Da kann man als Vorstadtorganist nur blass werden. Viele Grüße

Michael Schultheis

 

Sehr geehrter Herr Walcker-M.,

vielen herzlichen Dank für die Zusendung der CD mit der Live-Aufnahme des Konzerts von F. Metz in der Bukarester Philharmonie. Es war eine tolle Überraschung!

Durch meine Kindheit und Jugend in Bukarest und die vielen Unterrichts- und Übungsstunden bei Prof. Lidia Sumnevici an der „kleinen Schwester“ der Orgel in der Bukarester Evangelischen Kirche ist mir die übersichtliche  Orgelszene in Bukarest wohl vertraut. Auch die Orgel im Athenäum ist mir gut bekannt, häufiger war ich bei Wartungs- und Reparaturarbeiten durch Hr. Sandu Ionescu und Hr. Schiopescu mit dabei hinter dem Prospekt und war u.a. fasziniert von der altertümlichen, gleichwohl imposanten Elektrik dieses Instruments. Ich kann mir gut vorstellen, welche enorme Arbeit dahintersteckt, das alles auf den heutigen Stand zu bringen.

Es war mir ein großes Vergnügen, den runden und doch kraftvollen „neuen Klang“ dieses nun auch schon 70-jährigen Instruments in der Interpretation von F. Metz, den ich ebenfalls aus dessen Studientagen in Bukarest kenne, nun auf CD ins Wohnzimmer holen zu können.

Haben sie nochmals vielen Dank; mit den besten Wünschen für Ihre weitere Arbeit irgendwo in der weiten Welt verbleibe ich

Mit freundlichen Grüssen aus Berlin
Wolfgang Ambrosi

2009 Jan-April

2009 April-Juni

2009 Juni-Aug

 

Das Jahr 2008 finden Sie hier:

2008 Januar bis März Arbeit in Bukarest
2008  März bis Mai
2008 Juni bis Sept Ende in Bukarest
2008 Okt bis Nov Costa Rica
2008 Nov bis Dez  Costa Rica

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