Gedanken

an der Intonierlade

 

 

 

 

 

 

Restaurierungen

   Arbeiten
Intentionen

 
Der Michel brennt

Das Hamburger Seemanns-Symbol in Flammen am 3.Juli 1906, als man in Ludwigsburg den 112. Geburtstag von Eberhard Friedrich Walcker feierte - inmitten eines goldenen Orgelbooms, wie ihn Walcker niemals zuvor und kaum mehr danach erlebte. Wie ein düsteres Vorzeichen, ein dunkles Symbol des kommenden Weltbrandes rauchte der Big Ben der Hansestadt. Die Große Michaeliskirche mit ihrem 132 m hohen Turm fällt vollständig den Flammen zum Opfer. Hamburg trauert.

Workshop Baelgchen neu beledern, an der Voitorgel von 1908 in Russe/Bulgarien. Diese Arbeiten hat jeder Orgelbauer irgendwann einmal durchzuführen. Und da dachte ich mir, eine kleine Erinnerungsstütze ist ganz gut zu gebrauchen. Denn ohne ein planmässiges Arbeiten ist das Neubeledern von Bälgchen, egal welcher Art sie nun sind, ein nervenaufreibendes Unternehmen
     
Guatemala269.JPG Die Walcker-Orgel in der Catedral von Guatemala Ciudad, gebaut 1936, 47/III, mit spätromantischem Klang und elektrischen Taschenladen, heute guatemaltekisches Denkmal, ist indirekt ein Erzeugnis jener grausamen Mayagötter, wie man diese Naturgewalten auch interpretieren kann.Doku Walcker-Orgel Guatemala(iPDF 7.0MByte)

Guatemala Tagebuch(als PDF-file)

Guatemala Bildershow

Guatemala292.JPG

     

 

Die Walcker-Orgel in Wemmetsweiler, ein spätromantisches Werk, das von Walcker im Jahre 1986 auf Schleiflade umgestellt und 1995 nach Bergschäden wieder gerichtet wurde, enthielt gravierende Mankos in Sachen Windanlage und Spielart. Diese wurden von mir 2006 beseitigt und eine erste klangliche Rückführung auf 1904 vorgenommen. Walcker_Wemmtsw.pdf

     
Oscar Walcker-Orgel aus 1927 in St. Agustin in Quito/Ecuador. Mit den jährlich seit März 2002 stattfindenden Festivals „Musica Sacra“ möchte die Kulturabteilung der Stadt Quito einen lebendigen Schwerpunkt in Sachen Kirchenmusik setzen, mit internationalen Künstlern und Interpreten. (Organisten aus Schweiz, Spanien, USA sind bereits da gewesen) Ich habe ein wundervolles paar CD’s bekommen aus dem Festival vom März 2002, wo die Eigenheiten der Musik durch Einflüsse aus Indios, aus spanischen, aus europäischen und gesamtamerikanischen Elementen bereichert wird und ein herrliches Konglomerat an wunderschöner Musik neu geschaffen wird.

     

Die Orgel der "Blauen Halle" zu Stockholm wurde am 10.Juni 1925 vollendet. Oscar Walcker hat in seinen "Erinnerungen" davon einen aufschlussreichen Bericht gegeben, den wir nachfolgend ungekürzt wiedergeben.Die Orgel wurde leider in den 70erJahren zum erheblichen Teil auf Schleifladen umgestellt. Der wunderschöne Spieltisch verschwand 1969. Die komplette Windversorgung wurde 1972 geändert. Originale Taschenladen sind aber wahrscheinlich in den Pedalladen und im Fernwerk erhalten. Außer dem Singend Kornett und Singend Regal scheinen alle Pfeifen von Walcker erhalten geblieben zu sein.

 

Die Walcker-Orgel Opus 2222Barcelona,  erregt momentan das Interesse vieler Internetbesucher und auch Verantwortlicher in Barcelona und an anderen Stellen. Ist dies doch die größte Pfeifenorgel (Palacio National, Barcelona, Op.2222, 153/V, Bj. 1928) des Kontinents, und das weitgehend in Windladen und Pfeifenwerk ursprüngliche Substanz aufweist. Ein Glück ist auch, dass diese Orgel auf Grund vorliegender Mensuration und technischer Zeichnungen lückenlos wiederhergestellt werden könnte. Ich bin momentan beschäftigt, die Mensuration dieser Orgel in eine aussagekräftige Tabelle zu konvertieren. Da fällt auf, wie stark bereits die Orgelbewegung eingewirkt hat, aber auch, dass das fundamentale musikalische Denken Oscar Walckers tief in der Orgelromantik wurzelt - und nur so können große Orgeln wirklich etwas Großartiges darstellen. Bei den Mixturen finden wir vermehrt Bezug zu "Silbermann", was, wie Dr. Markus Zepf in einem Artikel im ARS ORGANI nachgewiesen hat, einem Irrtum unterliegt, der von Rupp und Schweitzer an der Straßbourger Thomaskirche verübt wurde, da man das Pfeifenwerk von Wetzel fehlerhaft als "Silbermann" interpretierte.

     
35 Walcker-Dulsanellorgeln in Schottland in den Jahren 1895 -1905 und die dadurch erwirkte Veränderung der kirchenmusikalischen Entwicklung dort. Walcker hat dort gegen die amerikanische Aeolians auf den schottischen Highlands um 1905 seine Schlacht geschlagen, die er nicht gewinnen konnte. Denn die hochindustrialisierten Britten waren schon in Stellung gegangen, um gegen das gleichfalls hochgerüstete "Reich" in eine noch derbere kriegerische Auseinandersetzung zu ziehen. Der erste Weltkrieg war nach Ansicht vieler Historiker schon 1905 nicht mehr aufzuhalten.

     
Die Walcker Taschenlade Dynamischer Orgelbau in dynamischer Zeit.Mit dem Begriff "Taschenlade" war so ziemlich alles an "handwerklicher Verluderung" markiert, das die nach dem II.Weltkrieg aufgekommene Nachgeburt der Orgelbewegung an "Verfall" und "Untergang" in der "heruntergekommenen" Orgelbaukunst der "Verfallszeit" festmachen konnte. So war es also auch kein Wunder, dass Deutschland weitgehend von diesem Windladensystem "befreit" dasteht. Daneben gibts natürlich auch über Die Kegellade EFW.pdf von gwm und die Werbeschrift von Walcker aus etwa 1904

     
Seminarorgel 10 Spieltisch DANACH.jpg (15966 Byte) Walcker- Orgeln in Venezuela am Beispiel der Walckerorgel im Priesterseminar in Caracas, Venezuela demonstriert. Die Orgel wurde gebaut im Jahre 1956 und montiert von Berhard Postmeyer and José Shettino.Sie hat 13 Register und es ist ein Salicional und ein Principal in der Front. Die Montage scheint problemhaft gewesen zu sein, da schon ein Jahr später der Orgelbaumeister Opitz zur Überarbeitung kam. Seminarorgel 11 Windlade innen.jpg (15223 Byte)
     
kb 120.jpg Walcker-Klischeebuch: beinhaltet eine Fotosammlung von 450 Fotos von Orgeln und anderen Druckwerken aus dem Hause Walcker. Das sind in jedem Falle historische Bilder, die gerne auf Rückfrage in höherer Auflösung zugeschickt werden. kb 153.jpg
     
Restaurierungsbericht von Luurtsema OPUS351 mit großer Begeisterung wurde dieser Bericht erstellt, von einem holländischen Orgelbauer und seinen Helfern. Diese Orgel stand früher im Frankfurter Dom, jetzt steht sie in Holland, in Uithuizen. Rechts ein Bild beim Besuch in Hanweiler, mit Klaus Walcker-Mayer, zu Zeiten als es der Firma Walcker noch sehr gut ging.
     
Ansicht.jpg (81627 Byte) Ossiek, Jugoslavija, Restaurierung der Mauracherorgel von 1930 als Wilhelm Reichhold während  den serbisch- kroatischen Auseinandersetzungen von Ossiek/ Kroatien zurückkehrt, wo er die von Walcker 1977 restaurierte Orgel im Jahr 1991 besichtigte, war sein Kommentar kurz und klar : Granatsplitter in den Prospektpfeifen, das Dach der Kirche ist zwar stark beschädigt, aber die Orgel spielt !  Dispo+txt.jpg (88731 Byte)
     

Russe / Bulgarien Die Orgel wurde von mir während dem 2. und 3. März 2002  ausgiebig untersucht.  Neben einer extrem starken Verschmutzung durch Staub und Mörtel aus Decke und Wänden, was durch Erdbebeneinwirkung verursacht sein kann, ist das Pfeifenwerk durch unsachliche Stimmeingriffe teilweise beschädigt. Ein weiterer Kostenfaktor, der von meinem Kostenanschlag nicht berücksichtig wurde ist, dass die beiden Magazinbälge partiell nachbeledert werden müssen. Viele der Bleirohre der pneumatischen Traktur sind unsachgemäß gelagert und daher geknickt oder gerissen. Innerhalb des Spieltisches und der Orgel sind verschiedene Membranen aller Größen ausgewechselt worden.

     
Nieder-Roden St. Matthias (Schlimbachorgel von 1900) haben wir etwas genauer dokumentiert in Bild-Text-Klang :Disposition, Pfeifen des Hauptwerk Klang und Bild, Pfeifen Unterwerk und PedalKlang und Bild, Pfeifen allgemein, Mensuren, Windanlage, Orgelanlage, Windladen, Mechanik, Spieltisch, Orgel - Aufbau
 

 

Köngen_5.jpg (24090 Byte) Die historische Walcker - Orgel in Göppingen,St-Maria, Opus 99, Bj 1852 mech. Kegellade, II/P - 26 Register . Es waren bis auf den Balganschluß alle Kanäle original vorhanden. Im Prinzip zieht sich ein Kanal durch die ganze Orgel, der jeweils mittig zwischen den C- und Cs-Laden über die Registerventile auf die Corpora ge­schraubt ist. An dem senkrechten Verbindungskanal zwischen Pedal und II. Manual befand sich ein kleiner, parallel aufgehender Stoßfänger, wahrscheinlich aus der Werkstatt Weigle. Er wurde belassen, da sich noch ein anderes, zugespundetes Loch auf derselben Seite des Kanals befindet, das darauf schließen läßt, dass sich in diesem Bereich schon immer ein Stoßbalg befand. Köngen_4.jpg (35576 Byte)
 

 

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Die historische Walcker - Orgel in 76744 Wörth, Opus 198, Bj 1863,mech. Kegellade, II/P - 17 Register 

1863 Neubau der Orgel von E.F.Walcker

1971 Klangumbau durch Walcker / Orgelsachverständiger Graf

1986 Einbau Decke und Rückwand von Kleuker

1991 Restaurierung durch Walcker

weitere Literatur : Moosmann / Schäfer, Eberhard Friedrich Walcker

B.H.Bonkhoff, Denkmalorgeln in der Pfalz

Der abgebildete Zeichnungteil wurde von einem weniger versierten Zeichner angefertigt. Interessant ist der Kommentar auf der Zeichnung " Woerth ... für Erlenbach mußs noch extra gezeichnet werden."

 

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Das Hauptorgelwerk der Hamburger Michaeliskirche Op.1700, Bj 1912, V/163, dürfte wohl das größte und schönste Orgelwerk der Spätromantik in Deutschland gewesen sein. Durch Ignoranz und Verblendung wurde das Werk nach dem Krieg von orgelbewegten Idioten zerstört. Übrig geblieben sind ein paar seltene Fotos vom Inneren der Orgel und ein schönes, lehrreiches Heft von Alfred Sittard. Wir haben sowohl Heft wie Bilder auf Grund vieler Anfragen aus USA und Deutschland neu aufgelegt und versenden es auch als CD zu 10 Euro incl. Versand. Es sind alle Seiten und Fotos mit mind. 300 dpi gespeichert sind. Hier ein paar Beispiele in minderer Auflösung.Detail04 Detail05 Detail06 Spieltischdetail.

einige wichtige PDF's zum Thema

OPUS

0126.pdf Loffenau Walckerorgel

0144.pdf Ulm Münster Walckerorgel

0200.pdf Walckerorgel in Boston

0306.pdf  Votivkirche Walckerorgel

0432.pdf Kristallpalast Leipzig Walckerorgel

0487.pdf Sydney Walckerorgel

0536.pdf St. Cecilia Rom Walckerorgel

0750.pdf Kons St. Petersburg Walckerorgel

0774 Buenos Aires Walckerorgel

0885 Essen Werden.pdf Walckerorgel

1114.pdf Saalbau Saarbrücken Walckerorgel

1328.pdf Hamburg Walckerorgel

1353.pdf Orfeo Barcelona Walckerorgel

1365.pdf Hoftheater Weimar Walckerorgel

1389.pdf Blüthner Berlin Walckerorgel

1399_CD.pdf Rostock Hl.Geist Walckerorgel

1406.pdf  Namur-Belgien Walckerorgel

1433.pdf Graz Stefaniesaal

1600.pdf Brüssel Weltausstellung Walckerorgel

1633.pdf Kons Stuttgart Walckerorgel

1648.pdf Ludwigskirche Saarbrücken Walckerorgel

1696.pdf Philharmonie Berlin Walckerorgel

2073.pdf Stockholm Blaue Halle Walckerorgel

2150.pdf Gelsenkirchen Walckerorgel

2163a.pdf Frankfurt Ausstellung Walckerorgel

2432.pdf Berlin MariendorfWalckerorgel

2500.pdf Nürnberg Reichsparteitag

2576 Hausorgel Körtzinger.pdf Walckerorgel

3073 München Herz Jesu Walckerorgel

3500 Stuttgart Eberhardskirche Walcker und 50erJahre

4485.pdf Esslingen Stadtkirche

4508.pdf Bad Nauheim

5259 Sinzig

5757 ROM OSSVROMA.pdf

5917.pdf Akademie Warschau

6001 neugestaltete Orgel in Dieburg.pdf

 

Hausorgel Wunderlich.pdf

StGeorges-Liverpool.pdf

Liste Walckerorgeln in  Polen.pdf

Atlantic City.pdf

Bucuresti.pdf Rieger-Kloss Rundfunk

Domkirche Riga Dispo.pdf

EFWalcker-Silbermann d Romantik.PDF

Ligeti-Orgel.pdf

Organola_ges.pdf ein zeitgesch.Phänomen

Orgel_Riga.pdf von Martin Sander

     
Erlenbach_6.jpg (22973 Byte)

Erlenbach_5.jpg (20064 Byte)

Die historische Walcker - Orgel in 76872 Erlenbach, Opus 206 (208), Bj 1864, mech. Kegellade, II/P - 17 Register

1864 Neubau der Orgel von E.F.Walcker in "byzantinischem Stil von Tannenholz"

1994 Restaurierung durch Walcker 

Auszüge aus dem Abnahmegutachten :

.. die nur noch in Teilen auf dem Kirchenspeicher vorhandene Gebläseanlage wurde rekonstruiert. (3 Stöpselbälge)

.. die Stöpselbälge mussten entdichtet werden, um sich schnell dem Windverbrauch abpassen zu können.

..der Winddruck wurde auf 83mm neu eingestellt

.. die Kegelventile wurden sämtliche neu beledert

.. die Kanzellen zupapiert

..die differenzierten Gedackte, Flöten, Prinzipale und Streicher erschliessen eine"neue" Klangwelt, die bei entsprechender Literaturauswahl erst ihren vollen Reiz entfaltet.

weitere Literatur : Moosmann / Schäfer, Eberhard Friedrich Walcker

B.H.Bonkhoff, Denkmalorgeln in der Pfalz Seite 244

Erlenbach_1.jpg (31462 Byte)

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Kegellade_m_1.jpg (40847 Byte)

 

 

Albersweiler.jpg (29608 Byte)

Albersweiler_2.jpg (34016 Byte) Albersweiler_3.jpg (27137 Byte)

Die historische Walcker - Orgel in 76857 Albersweiler, Opus 166, Bj 1858 mech. Kegellade, II/P - 24 Register Albersweiler_4.jpg (19627 Byte)

 

 

 

                      

Impressum : 

Besitzer : Orgelbau Gerhard Walcker-Mayer

G. Walcker-Mayer (gwm) gewalcker@t-online.de

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