ergänzt 29.03.2008

 

Werner Walcker-Mayer 1.2.1923 - 13.11.2000

 

Durch seine Initiative wurde die Walcker-Stiftung ins Leben gerufen. 

W. Walcker-Mayer hat 42 Walcker Hausmittelungen publiziert, die in diesen Internet-Seiten neu vorgestellt werden. Ebenfalls soll sein Buch " Die römische Orgel von Aquincum" und sein Spieltischbuch in Auszügen hier vorgestellt werden. Es soll auch sein Beitrag " Orgelbau und Orgelmusik in Russland" hier einer größeren Leserschaft vorgestellt werden.

 

 

Stefan Fricke

Werner Walcker-Mayer : 

Biographie und Schriftenverzeichnis

1.2.1923 - 13.11.2000

 

Werner Walcker-Mayer: Biographie und Schriftenverzeichnis

Werner Walcker-Mayer wurde am l. Februar 1923 in Ludwigsburg geboren. Von 1939 bis 1942 machte er in der renommierten Orgelbauwerkstatt Wilhelm Sauer (Frankfurt an der Oder) die Orgelbauerlehre. Nach Arbeits- und Militärdienst übernahm er im Mai 1945 die Werksleitung des Familienbetriebes E.F. Walcker & Cie. • Orgelbau in Ludwigsburg, dem damals sein Großvater, Dr. h. c. Oskar Walcker, vorstand.

1947 erlangte Walcker den Meisterbrief, und 1948 - nach dem Tod von Oscar Walcker - übernahm er in fünfter Generation die Orgelbauwerkstatt, die 1780 Johann Eberhard Walcker gegründet hatte. 1953 wurde er zum vereidigten Gerichtssachverständigen für Orgelbau bestellt. 1957 gründete er eine Schwesterfirma in Guntramsdorf (Österreich).

Um der seit jeher bestehenden Verbindung von Wissenschaft und Orgelbau, von Theorie und Praxis eine kontinuierliche und effiziente Basis zu geben, rief Walcker 1965 die Walcker-Stiftung für orgelwissenschaftliche Forschung ins Leben, die seitdem regelmäßig Colloquien zu musikwissenschaftlichen und insbesondere organologischen Themen durchführt. Außerdem hat die Stiftung zahlreiche Stipendien zur orgelwissenschaftlichen Grundlagenforschung vergeben, deren Resultate der Orgelwissenschaft zu wichtigen Erkenntnissen verhalf.

Mit der Gründung der Musikwissenschaftlichen Verlagsgesellschaft im Jahre 1967 legte Walcker einen weiteren Grundstein zur Verbreitung wissenschaftlicher Forschung und ihrer Ergebnisse. Schon bald genossen sowohl die Stiftung als auch die Verlagspublikationen internationales Renomee; heute zählen sie zu den wesentlichen Komponenten der Orgelwelt. Auch die umfangreichen Walcker-Hausmitteilungen, die von 1949 bis 1967 erstmals von Walcker herausgeben wurden und seit 1992 erneut publiziert werden, bilden ein wichtiges Orgelinformationsforum.. Denn neben der anschaulichen Darlegung der eigenen Arbeit enthalten die Hausmitteilungen zahlreiche Beiträge zu allgemeinen künstlerischen, spieltechnischen und musikalischen Themen.

Aber es ist nicht nur die wissenschaftliche und publizistische Förderung organologischer Fragestellungen, die den gewichtigen Teil seiner Tätigkeit ausmacht; im Zentrum der persönlichen Arbeit Walckers steht das einzelne Instrument, das stets individuelle und neue Zugangsweisen verlangt. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob es sich um ein neues Opus oder um die Restaurierung eines bereits existierenden handelt. Besonders deutlich hat Walcker dieses Interesse bei der Rekonstruktion der römischen Orgel von Aquincum demonstriert. Für seine wissenschaftliche Beschäftigung mit dem aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammenden Instrument und den daraus gewonnenen historischen und technischen Ergebnissen verlieh ihm die Albert-Ludwig- Universität Freiburg i. Br. 1980 den Ehrendoktortitel.

Bis heute sind unter der Leitung von Werner WaIcker-Mayer über 3000 Orgeln für das In- und Ausland gebaut worden. Darunter befinden sich zahlreiche einzigartige Instrumente wie der Neubau der Freiburger Praetorius-Orgel, die fahrbare Orgel für die Peterskirche in Rom, die erste Orgel in einem buddhistischen Tempel (Tokio), Orgeln im Ulmer Münster und im Konzertsaal der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die avantgardistischen Orgeln in St. Peter in Sinzig und im Großen Saal des Fryderyka-Chopina-Konservatoriums in Warschau.

Zu den bedeutensten Orgelrestaurierungen, die Walcker durchgeführt hat, zahlen die Konzertorgel der Firma Wurlitzer in Berlin, die Orgel in St. Paul in Strasbourg, die Orgel im Zagreber Dom, die Orgel im Kloster Guadalupe (Provinz Caceres, Spanien).

Schriftenverzeichnis (Auswahl) 

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Die Gestaltung des Orgeltisches, 1968

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Die römische Orgel von Aquincum, 1970 [auch als englischsprachige Ausgabe].

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Die Orgel der Reger-Zeit (1974)

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Walcker-Orgeln in Polen, in: Organy i Muzyka Organowa, Band V, Gdansk 1984, S. 119-138.

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Grundlagen des heutigen Orgelbaus, in: WaIcker-Hausmitteilungen Nr. 43(1992), S. 22-35.

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Vision über eine Orgel, in: WaIcker-Hausmitteilungen Nr. 44 (1992), S. 5-9.

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Orgelbau im Wandel [Gespräch mit Hans-Heinrich Raab], in: WaIcker-Hausmitteilungen Nr. 44 (1992), S. 17-27.

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Orgelbau Angster, Pecs/Ungam, in: WaIcker-Hausmitteilungen Nr. 45(1993), S. 13-16.

 

weitere Schriften unter Walcker-Autoren

 

Nachruf auf Werner Walcker-Mayer von Gerhard Walcker-Mayer 

Walcker-Hausmitteilungen  herausgegeben von Werner Walcker-Mayer

Die Orgel der Reger-Zeit - W.Walcker-Mayer

Stilsynthesen im Orgelbau - W.Walcker-Mayer

"Die Orgelbauer Walcker im 19. Jahrhundert"

Vortrag gehalten von Werner Walcker-Mayer am 11. April  1988 in Wintherthur,

anläßlich des hundertjährigen Jubiläums der Walcker-Orgel.

Papst Johannes Paul weiht Walcker-Orgel in Rom (3,2 MB PDF)

MUSIK in GESCHICHTE UND GEGENWART über Walcker

RIEMANN MUSIKLEXIKON über Walcker

Auszug aus Metzler Musiklexikon betreff Walcker (150kB PDF)

 
Widmung Ligeti Widmung Guillou Widmung Rihm

             

 

 

Impressum : 

Besitzer : Orgelbau Gerhard Walcker-Mayer

G. Walcker-Mayer (gwm) gewalcker@t-online.de

Telefon 0049 6805 - 2974 oder 0049 170 9340 126

Telefax 0049 6805 91 3974